Logo Gemeindebrief Februar 2007 - April 2007



Impuls
Gemeindeleitungswochenende
Was macht eigentlich...
Jugendfreizeit in Herrischried
Kurz notiert
Ausblick

 


Liebe Freunde und Glieder der Evangelischen Gemeinschaft,

wenn man im Winter so einen kahlen Baum betrachtet, kann man sich nur deshalb vorstellen, dass er wieder total grün und lebendig sein wird, weil man dies schon einige Male in seinem Leben erlebt hat. Manches Mal habe ich mich ängstlich gefragt, ob es auch im nächsten Frühling so sein würde. Oftmals sehen wir nur die tote Hülle und erkennen nicht, dass sich tief darin ein neues, noch verborgenes Leben aufmacht, an den Tag zu kommen. In Jesaja 43 gibt Gott seinem Volk eine grandiose Vision von einem neuen Anfang angesichts einer desolaten Situation. „Wer hat Jakob der Plünderung preisgegeben und Israel den Räubern“, fragt Gott im vorherigen Kapitel. Manchmal erleben wir auch persönlich so eine Situation. Wir fühlen uns ausgeraubt und aller Lebenskraft und Freude entleert. Es ist wie eine Wintersituation oder der Tod. In solchen Situationen ruft Gott uns zu: "Ich will ein Neues schaffen!" Nur Gott kann das, dank seiner Schöpferkraft. Nur durch Jesus Christus wohnt dem Tode neues Leben inne. Und nur im Blick auf ihn bekommen wir die Augen der Hoffnung, die uns dieses Potential erkennen lassen.

Die Eichstetter Schule wird sich in den kommenden Wochen mit Projekten, die diese Thematik aufgreifen, an einer Ausstellung der Hospizgruppe beteiligen. Neues Leben entsteht aus dem Tod. Ich bin gespannt, was die Schüler hierzu im März im Pavillon am Bahnhof präsentieren werden. Es ist zu hoffen, dass auch sie erkennen, wo diese geheimnisvolle Kraft zu finden ist, die immer wieder neues Leben hervorbringt.

Auch wir als Gemeinde brauchen diesen Zuruf Gottes, der uns bewusst macht, dass jedem Zerbruch und jeder Niederlage - dank seiner Kreativität - das Geheimnis des neuen Lebens innewohnt. "Ich will ein Neues schaffen", sagt Gott. Und er weist darauf hin, dass es bereits im Werden ist, auch wenn wir es noch nicht erkannt haben. Das hebt den Blick und gibt Mut, im Vertrauen auf ihn Neues zu wagen.

Es grüßt Sie von Herzen
Werner Wiedemann

 

Gemeindeleitungswochenende

Nach den Schwierigkeiten des vergangenen Jahres waren wir als Gemeindeleitung sehr gespannt auf unser alljährliches Gemeindeleitungswochenende, das diesmal am 13. und 14. Januar 2007 im Diakonissenmutterhaus in Nonnenweier stattfand. Als Gast hatten wir unseren Gemeindeberater Jos Tromp mit dabei, der uns in den Sitzungen und Gesprächen maßgeblich geleitet hat. Es war uns ein großes Anliegen, unter die vergangene Zeit einen Schlussstrich in der Weise ziehen zu können, dass wir in bereinigten Beziehungen und in einem vertrauensvollen Miteinander weiter für Gott und unsere Gemeinde arbeiten können. Wir baten Gott deshalb zuerst um seine Hilfe und um das gute Wirken seines Geistes. Dankbar für ein versöhntes Miteinander konnten wir am Ende der ersten Sitzungen das Abendmahl feiern.

Neu ausgerichtet war es uns als Aufgabe gestellt, über die weitere Zukunft unserer Gemeinde nachzudenken. Was soll in Zukunft der Schwerpunkt unserer Gemeindearbeit sein? Welches Motto stellen wir über unseren Dienst? Verständlich, dass man in so kurzer Zeit keine Details bespricht. Zum 100jährigen Jubiläum hatten wir bereits den Slogan "Mit Gott in Bewegung". In den vergangenen Monaten dachten wir dann über ein neues Gemeindemotto nach. All dies zusammen ergab schlussendlich das jetzt formulierte Motto:
" Mit Gott in Bewegung - auf Gott schauen, einander vertrauen, Gemeinde bauen".

Wir werden in der nächsten Zeit darüber nachdenken, wie wir dies in den einzelnen Arbeitsfeldern umsetzen können.
In unserer letzten Einheit machten wir uns schließlich Gedanken über das Anforderungsprofil für einen neuen Prediger. St. Chrischona braucht für die Versetzungsgespräche die Informationen, welche Gaben ein Bewerber für die jeweilige Stelle mitbringen sollte. Wir möchten die während der Vakanzzeit übernommenen Aufgaben nicht komplett an einen neuen Prediger abgeben. Er sollte frei sein für wichtige andere Aufgaben, die uns auch am Herzen liegen.
Dankbar für eine gute und gesegnete Zeit beendeten wir das Wochenende am Sonntagnachmittag. Wir danken Jos Tromp für seine gute und hilfreiche Gesprächsführung und die wertvollen Impulse aus seiner reichen Erfahrung.

 

Jugendfreizeit in Herrischried

Am 24.11.2006 machten sich insgesamt 34 Teenager, Jugendliche und junge Erwachsene auf nach Herrischried / Südschwarzwald, um miteinander ein Freizeitwochenende zu verbringen. Wir hatten Gelegenheit, uns über die Folgen von Entscheidungen im Leben – auch hinsichtlich des Lebens nach dem Tod - Gedanken zu machen und uns darüber auszutauschen. Nicht nur bei den Andachten, sondern auch bei den gemeinsamen Mahlzeiten, der Fackelwanderung, den Gesellschaftsspielen und dem Schlittschuhlaufen wurde eine intensive und schöne Gemeinschaft gelebt, was die Freizeit zu einem bleibenden Erlebnis gemacht hat. Für Marianne Bär war dies die letzte Freizeit mit den Jugendlichen. Sie wurde im Dezember aus der Teenagerarbeit verabschiedet und wird ab Ende Februar für einige Zeit in Kanada wohnen. Stefan und Minna Schomas sind neu mit dabei. Sie setzen sich seit dieser Freizeit im neuen Jugendkreis ein.

 

Was macht eigentlich...

Gabi und Joachim Bär wohnen schon einige Jahre nicht mehr in Eichstetten. Auf die Frage "Was macht eigentlich..." haben uns die beiden folgende Zeilen geschrieben:

Hallo, ihr lieben Eichstetter!
Schon über vier Jahre ist es her, dass ich mich vom schönen Kaiserstuhl auf nach Gießen gemacht habe. In dieser Zeit ist sehr viel passiert. Und damit ihr mal wieder auf dem neuesten Stand seid, schreibe ich gerne diesen kleinen Artikel für euren Gemeindebrief.
Die Zeit an der FTA ist leider schon vorbei. Im Oktober letzten Jahres habe ich das Studium gut abschließen können. Ich schreibe "leider", weil die Zeit eine ungeheuer bereichernde Zeit für mich war. Sie war sehr prägend und bot mir eine große Horizonterweiterung. Natürlich war sie mit sehr, sehr viel Arbeit verbunden. Mit Gottes Hilfe konnte ich aber den hohen Anforderungen gut gerecht werden. Und der Aufwand hat sich gelohnt. Ich habe große Freude am theologischen Arbeiten gewonnen und der tiefe Reichtum des Wortes Gottes begeistert mich immer wieder aufs Neue. In jedem Vers der Bibel gibt es viel zu entdecken. Der Umgang mit den Ursprachen ist dabei sehr hilfreich.
Gabi hat mittlerweile ihr Referendariat beendet und hat eine tolle Stelle an einem Gymnasium in Herborn. Das ist für uns ein großes Geschenk Gottes. Leider mussten wir uns für ihre Stelle entscheiden, als ich noch in Gesprächen mit einer Gemeinde am Niederrhein war. Diese Stelle mussten wir dann absagen. Im Moment bin ich noch auf der Suche nach einer Gemeinde, denn der Dienst als Pastor ist mein erstes Ziel. Eine Alternative wäre es noch, an einer Universität in Holland zu promovieren. Was genau jetzt dran ist, muss Gott uns noch zeigen.
In der Zwischenzeit bin ich bei der Christlichen Internet–Arbeitsgemeinschaft (CINA) in Wetzlar gut aufgehoben. Dort mache ich bis März ein Redaktionspraktikum bei nikodemus.net. Dieses Frageportal im Internet (www.nikodemus.net) bietet die Möglichkeit, Fragen rund um den Glauben loszuwerden. Wenn ihr also z. B. eine Bibelstelle nicht versteht oder euch fragt, ob wir uns alle im Himmel wieder erkennen werden, dann seid ihr dort genau richtig. Und bis März habt ihr sogar die Chance, von mir persönlich betreut zu werden.
Jetzt verbleiben wir mit lieben Grüßen in die Heimat. Möge Gott euch alle und besonders als Gemeinde gerade jetzt segnen.

Joachim und Gabi

Als Gemeinde gratulieren wir Joachim zum erfolgreichen Abschluss seines Studiums und wünschen ihm und seiner Frau Gabi Gottes Segen für den weiteren Lebensweg.

 

Kurz notiert

Gemeindeversammlung
Am 9. Februar möchte die Gemeindeleitung alle Gemeindeglieder zu einem offenen Gesprächsabend einladen. Gemeindeberater Jos Tromp wird diesen Abend leiten.

Chrischona Nachrichten
Horst Schaffenberger ist neuer Seminarleiter am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc).
Horst Schaffenberger (49) studierte am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) von 1980 bis 1984 und arbeitete als Jugendreferent und Pastor. Seit 1992 unterrichtet er als Dozent am tsc mit Schwerpunkt „Praktische Theologie“. Zurzeit arbeitet er an einer Dissertation an der London School of Theology (Fachgebiet Pastoraltheologie).

 

Ausblick

Chrischonatag
Prediger Eckhard Hagedorn wird uns am 11. März besuchen, um uns über die Arbeit von Chrischona auf dem Laufenden zu halten. Er wird auch die Predigt halten. Weil dieser Gottesdienst um 17.30 Uhr stattfindet, möchten wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen abschließen. Jeder ist dazu eingeladen, etwas mitzubringen, damit wir uns gemeinsam am Büfett stärken können.

Karmelmission
Einen besonderen Missionsabend werden wir am Dienstag, den 17. April, erleben. Hans Müller von der Karmelmission wird einen Gast aus Indien mitbringen. Wir möchten herzlich zu diesem spannenden Abend einladen.

Chrischonabesuchstag
Chrischona lädt seine Gemeinden am 13. Mai ein, einen Tag gemeinsam zu verbringen. Dieses Angebot möchten wir gerne wahrnehmen, um den "Berg" vielleicht ganz neu zu entdecken. An diesem Tag stehen die Türen für die Besucher offen. Den Gottesdienst werden wir zusammen mit vielen anderen Gästen feiern. Ein Mittagessen wird von Chrischona angeboten. Der Ausflug lädt zu Gesprächen mit Lehrern, Seminaristen und Besuchern aus den verschiedenen anderen Gemeinden ein. Nebenbei ist dies eine schöne Gelegenheit, Petra Rinklin an ihrem Ausbildungsort zu treffen. Ob wir vielleicht auch dem neuen Prediger begegnen? Die Anreise erfolgt mit privaten Fahrzeugen. Für Mitfahrgelegenheiten werden wir eine Liste aushängen.

Christustag
Der Christustag wird am 6. Mai gefeiert. In diesem Jahr sind wir als Gemeinde besonders herausgefordert, weil wir wegen der Vakanzzeit die Gesamtleitung selbst übernehmen werden. Als Festredner konnten wir Arno Broers gewinnen. Er ist uns von den Predigtdiensten der vergangenen Monate bekannt. Der Christustag beginnt um 14.00 Uhr in der Eichstetter Festhalle und endet traditionell mit Kaffee und Kuchen.

Seniorentag
Am 22. Mai sind alle älteren Gemeindeglieder zum Seniorentag "auf Chrischona" eingeladen. Interessierte sollten sich bis Ostern bei Otto Meier anmelden. Er gibt die Anmeldungen weiter und regelt die Fahrgemeinschaften.