| Liebe Freunde und Glieder der
Evangelischen Gemeinschaft,
wenn man im Winter so einen kahlen Baum betrachtet, kann man sich
nur deshalb vorstellen, dass er wieder total grün und lebendig
sein wird, weil man dies schon einige Male in seinem Leben erlebt
hat. Manches Mal habe ich mich ängstlich gefragt, ob es auch
im nächsten Frühling so sein würde. Oftmals sehen
wir nur die tote Hülle und erkennen nicht, dass sich tief
darin ein neues, noch verborgenes Leben aufmacht, an den Tag zu
kommen. In Jesaja 43 gibt Gott seinem Volk eine grandiose Vision
von einem neuen Anfang angesichts einer desolaten Situation. „Wer
hat Jakob der Plünderung preisgegeben und Israel den Räubern“,
fragt Gott im vorherigen Kapitel. Manchmal erleben wir auch persönlich
so eine Situation. Wir fühlen uns ausgeraubt und aller Lebenskraft
und Freude entleert. Es ist wie eine Wintersituation oder der Tod.
In solchen Situationen ruft Gott uns zu: "Ich will ein Neues
schaffen!" Nur Gott kann das, dank seiner Schöpferkraft.
Nur durch Jesus Christus wohnt dem Tode neues Leben inne. Und nur
im Blick auf ihn bekommen wir die Augen der Hoffnung, die uns dieses
Potential erkennen lassen.
Die Eichstetter Schule wird sich in den kommenden Wochen mit Projekten,
die diese Thematik aufgreifen, an einer Ausstellung der Hospizgruppe
beteiligen. Neues Leben entsteht aus dem Tod. Ich bin gespannt,
was die Schüler hierzu im März im Pavillon am Bahnhof
präsentieren werden. Es ist zu hoffen, dass auch sie erkennen,
wo diese geheimnisvolle Kraft zu finden ist, die immer wieder neues
Leben hervorbringt.
Auch wir als Gemeinde brauchen diesen Zuruf Gottes, der uns bewusst
macht, dass jedem Zerbruch und jeder Niederlage - dank seiner Kreativität
- das Geheimnis des neuen Lebens innewohnt. "Ich will ein
Neues schaffen", sagt Gott. Und er weist darauf hin, dass
es bereits im Werden ist, auch wenn wir es noch nicht erkannt haben.
Das hebt den Blick und gibt Mut, im Vertrauen auf ihn Neues zu
wagen.
Es grüßt Sie von Herzen
Werner Wiedemann
Gemeindeleitungswochenende
Nach den Schwierigkeiten des vergangenen Jahres waren wir als
Gemeindeleitung sehr gespannt auf unser alljährliches Gemeindeleitungswochenende,
das diesmal am 13. und 14. Januar 2007 im Diakonissenmutterhaus
in Nonnenweier stattfand. Als Gast hatten wir unseren Gemeindeberater
Jos Tromp mit dabei, der uns in den Sitzungen und Gesprächen
maßgeblich geleitet hat. Es war uns ein großes Anliegen,
unter die vergangene Zeit einen Schlussstrich in der Weise ziehen
zu können, dass wir in bereinigten Beziehungen und in einem
vertrauensvollen Miteinander weiter für Gott und unsere Gemeinde
arbeiten können. Wir baten Gott deshalb zuerst um seine Hilfe
und um das gute Wirken seines Geistes. Dankbar für ein versöhntes
Miteinander konnten wir am Ende der ersten Sitzungen das Abendmahl
feiern.
Neu ausgerichtet war es uns als Aufgabe gestellt, über die
weitere Zukunft unserer Gemeinde nachzudenken. Was soll in Zukunft
der Schwerpunkt unserer Gemeindearbeit sein? Welches Motto stellen
wir über unseren Dienst? Verständlich, dass man in so
kurzer Zeit keine Details bespricht. Zum 100jährigen Jubiläum
hatten wir bereits den Slogan "Mit Gott in Bewegung".
In den vergangenen Monaten dachten wir dann über ein neues
Gemeindemotto nach. All dies zusammen ergab schlussendlich das
jetzt formulierte Motto:
"
Mit Gott in Bewegung - auf Gott schauen, einander vertrauen, Gemeinde
bauen".
Wir werden in der nächsten Zeit darüber nachdenken,
wie wir dies in den einzelnen Arbeitsfeldern umsetzen können.
In unserer letzten Einheit machten wir uns schließlich Gedanken über
das Anforderungsprofil für einen neuen Prediger. St. Chrischona
braucht für die Versetzungsgespräche die Informationen,
welche Gaben ein Bewerber für die jeweilige Stelle mitbringen
sollte. Wir möchten die während der Vakanzzeit übernommenen
Aufgaben nicht komplett an einen neuen Prediger abgeben. Er sollte
frei sein für wichtige andere Aufgaben, die uns auch am Herzen
liegen.
Dankbar für eine gute und gesegnete Zeit beendeten wir das
Wochenende am Sonntagnachmittag. Wir danken Jos Tromp für
seine gute und hilfreiche Gesprächsführung und die wertvollen
Impulse aus seiner reichen Erfahrung.
Jugendfreizeit in Herrischried
Am 24.11.2006 machten sich insgesamt 34 Teenager, Jugendliche
und junge Erwachsene auf nach Herrischried / Südschwarzwald,
um miteinander ein Freizeitwochenende zu verbringen. Wir hatten
Gelegenheit, uns über die Folgen von Entscheidungen im Leben – auch
hinsichtlich des Lebens nach dem Tod - Gedanken zu machen und uns
darüber auszutauschen. Nicht nur bei den Andachten, sondern
auch bei den gemeinsamen Mahlzeiten, der Fackelwanderung, den Gesellschaftsspielen
und dem Schlittschuhlaufen wurde eine intensive und schöne
Gemeinschaft gelebt, was die Freizeit zu einem bleibenden Erlebnis
gemacht hat. Für Marianne Bär war dies die letzte Freizeit
mit den Jugendlichen. Sie wurde im Dezember aus der Teenagerarbeit
verabschiedet und wird ab Ende Februar für einige Zeit in
Kanada wohnen. Stefan und Minna Schomas sind neu mit dabei. Sie
setzen sich seit dieser Freizeit im neuen Jugendkreis ein.
Was macht eigentlich...
Gabi und Joachim Bär wohnen schon einige Jahre nicht mehr
in Eichstetten. Auf die Frage "Was macht eigentlich..." haben
uns die beiden folgende Zeilen geschrieben:
Hallo, ihr lieben Eichstetter!
Schon über vier Jahre ist es her, dass ich mich vom schönen
Kaiserstuhl auf nach Gießen gemacht habe. In dieser Zeit
ist sehr viel passiert. Und damit ihr mal wieder auf dem neuesten
Stand seid, schreibe ich gerne diesen kleinen Artikel für
euren Gemeindebrief.
Die Zeit an der FTA ist leider schon vorbei. Im Oktober letzten
Jahres habe ich das Studium gut abschließen können.
Ich schreibe "leider", weil die Zeit eine ungeheuer bereichernde
Zeit für mich war. Sie war sehr prägend und bot mir eine
große Horizonterweiterung. Natürlich war sie mit sehr,
sehr viel Arbeit verbunden. Mit Gottes Hilfe konnte ich aber den
hohen Anforderungen gut gerecht werden. Und der Aufwand hat sich
gelohnt. Ich habe große Freude am theologischen Arbeiten
gewonnen und der tiefe Reichtum des Wortes Gottes begeistert mich
immer wieder aufs Neue. In jedem Vers der Bibel gibt es viel zu
entdecken. Der Umgang mit den Ursprachen ist dabei sehr hilfreich.
Gabi hat mittlerweile ihr Referendariat beendet und hat eine tolle
Stelle an einem Gymnasium in Herborn. Das ist für uns ein
großes Geschenk Gottes. Leider mussten wir uns für ihre
Stelle entscheiden, als ich noch in Gesprächen mit einer Gemeinde
am Niederrhein war. Diese Stelle mussten wir dann absagen. Im Moment
bin ich noch auf der Suche nach einer Gemeinde, denn der Dienst
als Pastor ist mein erstes Ziel. Eine Alternative wäre es
noch, an einer Universität in Holland zu promovieren. Was
genau jetzt dran ist, muss Gott uns noch zeigen.
In der Zwischenzeit bin ich bei der Christlichen Internet–Arbeitsgemeinschaft
(CINA) in Wetzlar gut aufgehoben. Dort mache ich bis März
ein Redaktionspraktikum bei nikodemus.net. Dieses Frageportal im
Internet (www.nikodemus.net) bietet die Möglichkeit, Fragen
rund um den Glauben loszuwerden. Wenn ihr also z. B. eine Bibelstelle
nicht versteht oder euch fragt, ob wir uns alle im Himmel wieder
erkennen werden, dann seid ihr dort genau richtig. Und bis März
habt ihr sogar die Chance, von mir persönlich betreut zu werden.
Jetzt verbleiben wir mit lieben Grüßen in die Heimat.
Möge Gott euch alle und besonders als Gemeinde gerade jetzt
segnen.
Joachim und Gabi
Als Gemeinde gratulieren wir Joachim zum erfolgreichen Abschluss
seines Studiums und wünschen ihm und seiner Frau Gabi Gottes
Segen für den weiteren Lebensweg.
Kurz notiert
Gemeindeversammlung
Am 9. Februar möchte die Gemeindeleitung alle Gemeindeglieder
zu einem offenen Gesprächsabend einladen. Gemeindeberater
Jos Tromp wird diesen Abend leiten.
Chrischona Nachrichten
Horst Schaffenberger ist neuer Seminarleiter am Theologischen Seminar
St. Chrischona (tsc).
Horst Schaffenberger (49) studierte am Theologischen Seminar St.
Chrischona (tsc) von 1980 bis 1984 und arbeitete als Jugendreferent
und Pastor. Seit 1992 unterrichtet er als Dozent am tsc mit Schwerpunkt „Praktische
Theologie“. Zurzeit arbeitet er an einer Dissertation an
der London School of Theology (Fachgebiet Pastoraltheologie).
Ausblick
Chrischonatag
Prediger Eckhard Hagedorn wird uns am 11. März besuchen, um
uns über die Arbeit von Chrischona auf dem Laufenden zu halten.
Er wird auch die Predigt halten. Weil dieser Gottesdienst um 17.30
Uhr stattfindet, möchten wir den Tag mit einem gemeinsamen
Abendessen abschließen. Jeder ist dazu eingeladen, etwas
mitzubringen, damit wir uns gemeinsam am Büfett stärken
können.
Karmelmission
Einen besonderen Missionsabend werden wir am Dienstag, den 17.
April, erleben. Hans Müller von der Karmelmission wird einen
Gast aus Indien mitbringen. Wir möchten
herzlich zu diesem spannenden Abend einladen.
Chrischonabesuchstag
Chrischona lädt seine Gemeinden am 13. Mai ein, einen Tag
gemeinsam zu verbringen. Dieses Angebot möchten wir gerne
wahrnehmen, um den "Berg" vielleicht ganz neu
zu entdecken. An diesem Tag stehen die Türen für die
Besucher offen. Den Gottesdienst werden wir zusammen mit vielen
anderen Gästen
feiern. Ein Mittagessen wird von Chrischona angeboten. Der Ausflug
lädt zu Gesprächen mit Lehrern, Seminaristen und Besuchern
aus den verschiedenen anderen Gemeinden ein. Nebenbei ist dies
eine schöne Gelegenheit, Petra Rinklin an ihrem Ausbildungsort
zu treffen. Ob wir vielleicht auch dem neuen Prediger begegnen?
Die Anreise erfolgt mit privaten Fahrzeugen. Für Mitfahrgelegenheiten
werden wir eine Liste aushängen.
Christustag
Der Christustag wird am 6. Mai gefeiert. In diesem Jahr sind wir
als Gemeinde besonders herausgefordert, weil wir wegen der Vakanzzeit
die Gesamtleitung selbst übernehmen werden. Als Festredner
konnten wir Arno Broers gewinnen. Er ist uns von den Predigtdiensten
der vergangenen Monate bekannt. Der Christustag beginnt um 14.00
Uhr in der Eichstetter Festhalle und endet traditionell mit Kaffee
und Kuchen.
Seniorentag
Am 22. Mai sind alle älteren Gemeindeglieder zum Seniorentag "auf
Chrischona" eingeladen. Interessierte sollten sich bis Ostern
bei Otto Meier anmelden. Er gibt die Anmeldungen weiter und regelt
die Fahrgemeinschaften. |