Impuls vom 24.04.1998


  | Höret alle Völker! Merk auf Land und alles, was darinnen ist! Denn Gott hat mit euch zu reden. (Micha 1,2)
Ein Indianer verließ das Reservat und besuchte in der Stadt einen weißen Mann, der mit ihm befreundet ist. Beide gingen die Straße entlang, als plötzlich der Indianer seinem Freund sagte: "Hörst du auch was ich höre?" Der weiße Mann antwortete: "Alles was ich höre, ist das Hupen der Autos, die Stimmen und die Schritte der Menschen. Was ist es denn, was dir aufgefallen ist?" "Nichts von alledem, aber ganz in der Nähe höre ich eine Grille zirpen." Der Indianer ging ein paar Schritte, schob an einem Strauch ein paar Blätter auseinander und tatsächlich, da saß eine Grille. "Dein Gehör ist besser als meines," sagte der Weiße, aber der Indianer schüttelte den Kopf und erwiderte: "Das stimmt nicht." Er nahm ein 50-Cent Stück und warf es auf den Asphalt. Die Leute hörten es und drehten sich um. "Siehst du," sagte der Indianer, "das Geräusch des 50-Cent Stück war nicht lauter als das der Grille. Wir hören stets das gut, worauf wir zu achten gewohnt sind."
Auch Gott redet mit uns. Hören wir ihn noch?
Uli Limpf
Erschienen am 24.04.1998
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