Logo Impuls vom 07.09.2001



Glücklich sind alle, denen Gott ihre Sünden vergeben und ihre Schuld zugedeckt hat! (Psalm 32,1)

Vor einigen Tagen habe ich, in der Absicht einen Artikel für eine christliche Zeitschrift zu schreiben, Helmut Hosch besucht. Sie werden Helmut Hosch nicht kennen, er wohnt mit seiner Familie in Frankfurt. Vor 11 Jahren war der damals 24-jährige Lokführer auf S-Bahnzügen der Deutschen Bundesbahn. Am 2. Februar 1990 übersah er im Bahnhof von Rüsselsheim ein auf "Halt" stehendes Signal und fuhr los. Es kam zum Zugunglück von Rüsselsheim. Die S-Bahn von Helmut Hosch prallte frontal auf eine entgegenkommende S-Bahn. 17 Menschen kamen damals ums Leben, viele andere wurden zum Teil schwer verletzt. Wie kann ein Mensch mit einer so großen menschlichen Schuld leben? Bewegt erzählte mir Helmut Hosch wie er Stück für Stück buchstabieren lernte, was Vergebung heißt. Vergebung vor Menschen und Vergebung vor Gott. Ohne diese Vergebung könnte er heute nicht leben.

Wohl wenige von uns müssen mit einem so großen menschlichen Versagen leben und doch gilt es uns allen gleich. Ohne Vergebung kann keiner von uns leben auch die nicht, die scheinbar alles im Leben richtig machen. Wie gut, daß wir einen Gott haben, der uns vergibt. All unsere Sünde und all unser Versagen hat Jesus auf sich genommen, damit wir frei werden und Frieden haben. Frieden mit Gott und Frieden mit Menschen. Wer sich an Jesus wendet, wird diesen Frieden finden.

Uli Limpf

Erschienen am 07.09.2001