Impuls vom 26.07.2002


  | Paulus schreibt: Ich bin ganz sicher, dass Gott sein Werk, das er bei euch durch den Glauben begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. (Philipper 1,6)
Als Forstangestellte hätte Terry Barton eigentlich daran denken müssen, welche Gefahren bei offenem Feuer im Wald lauern. Stocksauer verbrannte sie einen Brief ihres Ehemanns, um sich Luft zu machen und verursachte dabei den größten Waldbrand in der Geschichte Colorados. Anfang Juli hatten die Flammen 25 Häuser und rund 41.000 Hektar Waldfläche verbrannt. Es war eine kurze Übertretung der Vorschriften und sie verlor die Kontrolle.
Auch wir wollen uns manchmal "nur mal Luft machen" und schießen dabei übers Ziel hinaus. Wir fühlen uns völlig im Recht und poltern los. Doch kurze darauf stehen wir vor den "verbrannten Resten. Wenn wir keine Kraft mehr zum Schauspielern haben, kommt zum Vorschein, wie wir wirklich sind. Gott nutzt solche Krisen, um uns zu zeigen, wie wir wirklich sind. Zorn, Hass, Neid und viele andere Dinge sind zu allererst Wesenszüge, nach denen wir handeln.
Gott will uns Stück für Stück verändern. Aber er vergewaltigt uns nicht dabei. Er lässt uns Zeit und vollzieht diese Veränderung in dem Tempo, das wir verkraften. Aber Gott hilft uns auch in der Bewältigung dessen, was wir verbockt haben. Dazu gehört seine Vergebung und die behutsame Auseinandersetzung mit den betreffenden Menschen. Ich merke immer wieder, wie Gott mich ganz langsam verändert. Auch wenn noch sehr viel fehlt und er dazu sehr viel Zeit brauchen wird.
Uli Limpf
Erschienen am 26.07.2002
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