Impuls vom 24.07.1998


  | Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. (Jeremia 31,3)
Der österreichische Schriftsteller Stefan Zweig (1881-1942) erzählt in einer seiner Geschichten folgende Episode. Eine Bettlerin sitzt in Paris auf einem belebten Bürgersteig. Ab und zu wirft ihr jemand eine Münze zu, doch ihr Gesicht bleibt traurig und leer. Eines Tages kommt jemand vorbei und schenkt dieser Frau eine Rose. Ihr Gesicht hellt sich auf und in der folgenden Woche sitzt sich nicht mehr an ihrem Platz. Von dieser Liebe, die ihr durch die Rose geschenkt wurde, konnte sie eine Woche lang leben. Jeder von uns braucht das Empfinden, geliebt zu sei und Gott selbst will dieses Empfinden ganz tief in uns hineinlegen. Sein Wort sagt: Ich habe dich seit eh und je geliebt.
Uli Limpf
Erschienen am 24.07.1998
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