Impuls vom 12.12.2003


  | Herr, ich warte auf dein Heil. (1. Mose 49,18)
Es war der alte Jakob, der diesen Satz aus 1. Mose 49 bereits gesagt hat. Schon er hat auf Gottes Heil gewartet. In der Zwischenzeit ist es gekommen. In Jesus. Jetzt warten wir wieder. Auf seine Ankunft, auf seine Wiederkunft. Manchmal fällt uns, wie den Kindern, dieses Warten schwer. Vielleicht hilft uns die nachstehende kleine Geschichte aus China, uns im Warten auf Gottes Heil zu üben.
"Ein Mann hatte seinen kleinen Acker gut vorbereitet, gepflügt und gesät. Er wunderte sich nach ein paar Wochen, dass die Saat so langsam aufging. Bei seinem Nachbarn sah er schon kräftigen grünen Wuchs! Von Tag zu Tag wurde seine Geduld geringer. Schließlich hatte er eine wahnwitzige Idee. Er lief zu seinem Feld und begann die kleinen zarten Halme etwas in die Höhe zu ziehen. Das war natürlich eine mühsame Arbeit; aber schließlich war er fertig. Er traf unterwegs seinen Nachbarn und sagte ihm, dass er dem Korn beim Wachsen geholfen habe. Neugierig geworden liefen sie zu seinem Feld und sahen alles zerstört und verwelkt. Und noch lange lachte man im Dorf über den Mann, der nicht warten konnte."
Uli Limpf
Erschienen am 12.12.2003
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