Logo Impuls vom 19.12.2008



Es ist nicht gut, wenn du den Ballast von morgen schon heute in dein Schiff legst – dann muss es ja untergehen! Hermann Bezzel

Das sind ja schöne Feiertage! Da hört man ständig die Nachrichten mit der Botschaft, dass es nächstes Jahr eine nie da gewesene Rezession geben solle und dass noch keiner wisse, wie alles werden solle. Kann man da noch richtig Weihnachten feiern? Kann man sich da noch freuen an all dem Schönen und Besinnlichen dieser Tage oder an den Begegnungen in der Familie, wenn sie sich an einem der Weihnachtstage wieder mal trifft? Muss man nicht schon wieder mit Sorge in die Zukunft schauen, nachdem es die letzten Monate endlich etwas sicherer gewesen ist mit dem Arbeitsplatz und dem Einkommen? Wenn man den täglichen Nachrichten Glauben schenkt, scheint eine gewisse Zukunfts-Skepsis angebracht. Aber die Bibel lehrt uns eine andere Sichtweise der Dinge. Jeder Tag hat wohl seine Plage, aber das Sorgen um die kommenden Tage beschwert den Menschen über das nötige Maß hinaus. Nachdem er seine Nachfolger das „Vater Unser“ gelehrt hat mit der Bitte um das tägliche Brot, fordert Jesus sie auf, sich nicht um die Zukunft zu sorgen. Dabei geht es nicht um das Vorsorgen, sondern um das „Sorgen“. Wir sind also aufgerufen, klug zu handeln und nicht, uns im Sorgen zu verlieren. „Trachtet zuerst nach Gottes Reich, dann wird Euch alles, was ihr nötig habt, zufallen“ – soweit geht Jesus sogar und zeigt uns damit, auf was es wirklich ankommt.
Auf Weihnachten bezogen heißt das: Vergesst das Kind nicht vor lauter Stall und Ochs und Esel. Auf das neue Jahr bezogen heißt es: Sucht nach den richtigen Vorsätzen, nach denen, die es wirklich wert sind gelebt zu werden.
In diesem Sinne wünschen wir allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein hoffnungsvolles Jahr 2009

Erschienen am 19.12.2008