Impuls vom 05.12.2008


  | Zu dir hin hast du uns geschaffen, o Gott, und ruhelos ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir. Augustinus
Mir geht es manchmal so: Wenn ich die Welt um mich herum beobachte, denke ich, dass es mir eigentlich schwindelig werden müsste wegen der Vielfalt der Eindrücke, der Menge an Informationen, der unglaublichen Vielzahl von menschlichen Versuchen, sich das eigene Glück zu schmieden. Mir wird nur deshalb nicht schwindelig, weil ich, wie die meisten von uns, gelernt habe auszublenden, nur soviel zuzulassen, dass es mich gerade noch nicht im Kreise dreht. Aber es hat natürlich auch einen Vorteil, wenn ich so viel wahrnehmen kann. Ich kann erkennen, wie sinnlos es sein muss, von einem Tag zum nächsten zu leben und keine Perspektive über die eigene zeitliche Existenz hinaus zu haben. Augustinus, dieser bekannte Kirchenvater um 400n.Ch. , war ein Typ, der genauso auch in die heutige Zeit gepasst hätte. Wild und zügellos war sein Leben, immer auf der Suche nach Erfüllung, immer ruhelos im Jagen nach Glück. Eines Tages hatte Augustinus erkannt, in welche Richtung unser Leben geplant wurde. Auf Gott hin ist unsere Existenz angelegt. Eigentlich klar, dass Ruhe und Frieden einkehrt, wenn diese Erkenntnis zur Grundlage unserer Lebensentscheidungen wird.
Erschienen am 05.12.2008
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