Logo Impuls vom 26.02.1999



Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat. (1. Petrus 4,10)

Ein älterer Herr, schon im "Metallzeitalter" - Silber im Haar, Gold im Mund und Blei in den Knien - versucht vergeblich mit einem großen Auto in eine kleine Parklücke zu gelangen. Er probiert es vorwärts, dann rückwärts. Aber der Wagen ist zu groß, die Lücke zu klein.

Da kommt ein junger Kerl mit seinem schnittigen Sportwagen, saust in die Lücke, steigt aus und sagt zu dem alten Herrn: "Jung und flott muß man sein!" Im älteren Herr beginnt es zu kochen. Er steigt in seinen Wagen, fährt dem Sportwagen in der Lücke voll in die Seite, steigt aus und sagt bissig: "Alt und reich muß man sein!"

Jeder von uns hat seine Gaben. Jung und flott sein ist doch schön. Doch alt und reich sein ist auch nicht zu verachten. Jugend und Kraft, Alter und Erfahrung, Kompetenz und Besitz, Qualifikation und Erfolg sind herrliche Gaben. Aber wenn wir sie als Waffen gegeneinander verwenden, gibt es immer nur Schrott, und es wird sehr teuer. Wenn wir aber unsere Gaben als Aufgabe aneinander verstehen, kann daraus eine wunderbare Bereicherung des Lebens wachsen.

Uli Limpf

Erschienen am 26.02.1999