Logo Impuls vom 22.08.2008



Ich führe ein Leben, in dem ich es mir nicht leisten kann, länger als 30 Minuten nicht zu beten. Mutter Theresa

Das ist doch übertrieben, wird vielleicht mancher denken. Wie soll man da noch seiner Arbeit nachgehen können. Und doch gibt es Menschen, die sehr viel beten. Wobei man sich das Beten nicht nur vorstellen sollte als das liturgische Gebet in der Kirche oder das einsame Gebet im stillen Kämmerlein. Mit Gott dürfen wir ständig in Kontakt sein. Ihn dürfen wir ständig ansprechen. Jeder Mensch hat seine eigene Telephonleitung zu Gott. Wir dürfen ihn anrufen wenn wir in Not sind, aber auch wenn wir uns über etwas so richtig freuen. Wenn wir vor großen Herausforderungen stehen aber auch, wenn wir entspannt im Liegesessel den Urlaub genießen. Mit Gott darf man leben, auf Schritt und Tritt. Die Verbindung zu ihm ist das, was uns dieses Leben wertvoll macht und auch erleichtert. Darüber hinaus können wir durch die Rechtfertigung in Christus unserer ewigen Existenz nach diesem Leben angstfrei entgegensehen. Im Grunde kann sich niemand leisten, nicht mit Gott in Verbindung zu sein. Das Leben ist zu kurz, um die Freude dieser Dimension daraus auszuklammern, andererseits ist es zu lang um es ohne göttliche Sinnerfüllung zu verbringen.

Erschienen am 22.08.2008