Impuls vom 05.03.1999


  | Gott steht mir zur Seite, damit ich nicht wanke. (Psalm 16,8)
Jeder von uns hat sich schon darüber geärgert. Jeder von uns hat an schon daran herumgetüftelt. Gemeint ist ein Knoten. Knoten in Schnüren und Schnürsenkeln, in Geschenkbändern und Kabeln. Die Geschichte vom gordischen Knoten kommt mir in den Sinn. Ein Knoten, der als unentwirrbar galt, lag in der Stadt Gordion (südwestlich des heutigen Ankara). Einem Orakel zufolge würde derjenige, der den Knoten lösen könnte, die Herrschaft über Asien erlangen. Alexander der Große besah sich den Knoten, dann nahm er sein Schwert und hieb ihn mittendurch.
Auch in unserem Leben gibt es Knoten. Stellen, an denen wir nicht weiterkommen. Manchmal stehen auch wir vor der Frage: Durchhauen oder aufknoten und was richtig wäre wissen wir oft erst im nachhinein. Auch die Natur kennt Knoten. Wachstumsknoten an Pflanzen. Scheinbarer Stillstand im Wachstum und doch so nötig für die Stabilität der Pflanze. Knoten sind uns Herausforderungen zum Wachsen und zum Reifen. Wie gut zu wissen, daß Jesus Christus selbst unseren größten Knoten, den Knoten unserer Sünde und Schuld durchschlagen hat und uns in allen anderen Knoten unseres Lebens zur Seite steht.
Uli Limpf
Erschienen am 05.03.1999
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