Impuls vom 25.01.2008


  | Glauben heißt: Die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten. (Karl Rahner)
Wer wollte Gott schon begreifen? Viele Theologen und sonstige
Denker haben versucht Gott zu ergründen. Auch wir forschen
und suchen, wie wir Gottes habhaft werden können. Karl Rahner,
der berühmte katholische Theologe, gebürtig aus Freiburg,
hat es gewissermaßen auf den Punkt gebracht. Allerdings
können wir es auch etwas anders ausdrücken. Glauben
hat etwas mit Vertrauen zu tun. Mit dem Vertrauen auf einen Gott,
den wir nie und nimmer begreifen, geschweige denn, uns verfügbar
machen können. Es ist nämlich nicht ein Leiden, was
der obige Ausspruch suggerieren könnte, als ob man Gott
halt ertragen, oder aushalten müsste. Nein, es ist das Erleben
einer Geborgenheit, wie das Gefühl des Kindes auf dem Schoß der
Mutter oder des Vaters. Gottes Größe ist nicht erfassbar
sondern nur erlebbar. Glauben heißt somit, sich der Größe
und Unbegreiflichkeit Gottes anzuvertrauen und sie zu erfahren.
Erschienen am 25.01.2008
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