Impuls vom 19.03.1999


  | Die Pläne werden zunichte, wo man sich nicht miteinander berät! (Sprüche 15,22)
Eine Frau und ein Mann bestellen ihren Garten. Sie graben um und säen ein, was sie im Herbst ernten wollen. Ein Beet ließen sie brach liegen. Da säte der Mann heimlich noch Salat aus, weil er seiner Frau damit eine Freude machen wollte. Am nächsten Tag denkt auch die Frau an das leere Beet und legt heimlich Bohnen aus, weil ihr Mann sie gerne ißt. Immer wieder gehen nun die Ehepartner zum Beet, der eine ohne den anderen. Jeder von beiden jätet nun, was er für Unkraut hält. Die Frau jätet den Salat, der Mann die sprossenden Bohnen. Am Ende haben sie sich vergeblich gemüht, weil der eine die Saat des anderen zunichte machte. Wie viele Male wiederholt sich diese Geschichte in den Gärten der Ehe, der Familien, der Nachbarschaften. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Es ist so wichtig, daß wir in unseren Beziehungen miteinander sprechen. Solange sprechen, bis man verstanden hat, was der andere meint.
Uli Limpf
Erschienen am 19.03.1999
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