Logo Impuls vom 23.04.1999



Jesus sagt: Wer mich liebt, der wird nach meinem Wort leben. (Johannes 14,23)

Eine lauschige Mondnacht am Ufer eines romantischen Sees. Da steht der feurige Liebhaber vor seiner Angebeteten, bekennt ihr mit den wärmsten Worten seine Liebe und hat dabei die Hände in den Hosentaschen.

Sie kennen solche Bilder aus manch kitschigem Roman und Liebesfilm und können sie sich mit Sicherheit gut vorstellen - mit Ausnahme der Hände in den Hosentaschen! Das paßt natürlich nicht, das ist ein Unding. Bei Liebeserklärungen sind Hände, die tatenlos in Taschen stecken, fehl am Platz.Das ist bei Liebeserklärungen an Gott nicht viel anders. Wer sagt: "Ich halte schon viel von Gott und es ist wichtig, daß man sich für ihn und den Glaugen einsetzt", dabei aber lediglich an den Einsatz anderer denkt, dem kann so viel an diesem Gott kaum liegen. Wer nicht einmal seine Finger krumm macht, geschwiege denn die ganze Hand, mit dessen Liebe kann es nicht weit her sein. Liebe erklärt man nicht nur mit Worten. Da helfen auch die Hände - und irgendwie unpassend, wenn sie nur in den Hosentaschen stecken.

Uli Limpf

Erschienen am 23.04.1999