Logo Impuls vom 30.04.1999



Laßt uns dem nachstreben, was dem Frieden dient. (Römer 14,19)

Der russische Schriftsteller Marschak beobachtete Kinder beim Spiel. "Was spielt ihr?" fragte er. "Wir spielen Krieg", antworteten sie. Daraufhin erklärte ihnen Marschak: "Wie kann man nur Krieg spielen! Ihr wißt doch, wie schlimm Krieg ist. Ihr solltet Frieden spielen". "Das ist eine gute Idee", sagten die Kinder. Dann Schweigen, Beratung, wieder Schweigen. Da trat ein Kind vor und fragte: "Großväterchen, wie spielt man Frieden?"

Was löst dieses Erlebnis bei uns aus, wenn wir an die Schrecken im Kosovo oder an die Massaker in amerikanischen Schulen denken? Beides erschüttert mich. Wichtig scheint mir zu sein, daß wir Kindern ethische Maßstäbe, wie z.B. die 10 Gebote vermitteln. Aber auch daß wir Gott um Frieden bitten. Bei der Vereidigung des neuen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch wurde auf dessen ausdrücklichen Wunsch von Blechbläsern der Choral: "Verleih und Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unseren Zeiten" intoniert. Ein hoffnungsvolles Zeichen, eine gute Richtung.

Uli Limpf

Erschienen am 30.04.1999