Impuls vom 20.02.2009


  | Es gibt keinen Augenblick im Leben, in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen können. Charles de Foucauld
Mein ganzes Leben ist verkorkst, höre ich die Frau im mittleren Alter sagen. Ich habe so viel falsch gemacht! Wie viele andere Menschen, sieht sie keinen Ausweg aus ihrer
Situation, weil sie es nicht für möglich hält, aus ihrer eigenen Haut zu schlüpfen und noch einmal neu anzufangen. Hoffnungslosigkeit macht sich breit.
Charles de Foucauld, der französische Mönch und Wissenschaftler, ist mehrmals in seinem Leben an solchen Tiefpunkten angekommen. Als unkultivierter Raudi und Lebemensch sind viele seiner eingeschlagenen Wege im menschlichen und beruflichen Fiasko geendet. Bis er eines Tages entdeckte, dass es ohne Gott keine Sinnerfüllung im Leben gibt. Da vollzog er eine radikale Kehrtwende und widmete sein Leben hinfort Gott und dem Wohl der Menschen.
„Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verstockt eure Herzen nicht“ heißt es in der Bibel und wir bedenken das im Wochenspruch dieser Woche. Es gibt Momente, wo wir innerlich merken, dass eine Wende, eine Veränderung im Leben hin zu wesentlicheren und sinnstiftenderen Dingen dringend nötig wäre. Hören wir auf diese Stimme Gottes oder decken wir ihren leisen Klang zu, wie schon so oft? Es gibt keinen Augenblick im Leben, in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen können. Es gibt aber Augenblicke, wo Gott ganz deutlich zu uns spricht und eine Reaktion unsererseits erwartet. Diese Augenblicke sollten wir nicht ungenutzt vergehen lassen. Schließlich ist Gott derjenige, der echten Neuanfang unter ganz anderen Vorzeichen ermöglicht.
Erschienen am 20.02.2009
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