Logo Impuls vom 30.04.2009



Die deutsche Gottvergessenheit zeigt sich in der geschwundenen Menschlichkeit in unserem Lande.[...] Nur ein gläubiger Mensch wird auf Dauer ein friedfertiger Zeitgenosse bleiben.[...] Wem Gott nicht mehr heilig ist, was soll dem noch heilig sein? Joachim Meisner- Erzbischof von Köln

Die Nachrichten geben uns ja täglich ein Bild des Schreckens, den die Menschen in die, von Gott so schön und weise geordnete Schöpfung gebracht haben. Wie werden Menschen in Afrika geschunden, welche Not erleben Menschen in Ländern wie Birma, Nordkorea oder Thailand. Bischof Meisner weist aber mit Recht in seiner Predigt auf die Verhältnisse in unserem eigenen Land hin. Die Auswüchse der fehlenden Ehrfurcht vor Gott sind in unterschiedlichster Form zu erkennen. Von offener Gewalt gegen andere Menschen über die jammervolle Situation in vielen partnerschaftlichen Beziehungen bis hin zu verschiedensten Formen der Habsucht ist alles zu finden. Wem Gott nicht mehr heilig ist, was soll dem noch heilig sein? Die rechte Haltung Gott gegenüber befähigt zu einer rechten Haltung und Handlung den Menschen gegenüber. Und beides gehört auch irgendwie zusammen. Auf die Frage, was denn das wichtigste Gebot sei antwortete Jesus: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen… und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Gott will, dass Menschen gut miteinander umgehen, dass sie der Habsucht entgegen stehen, und Respekt voreinander haben. Das wäre die Friedfertigkeit, von der Meisner spricht. Nur im Glauben an Gott erhalten wir die innere Kraft, seiner Schöpfung gegenüber Erfurcht zu erweisen. Das wirkt sich auch auf das Zusammenleben aus.

Erschienen am 30.04.2009