Logo Impuls vom 12.06.2009



Die Stille ernährt, der Lärm verbraucht. Reinhold Schneider

Nach einer turbulenten Arbeitswoche können wir dieses Zitat am Besten nachvollziehen. Je nach persönlichem Naturell suchen wir vielleicht sogar die Anspannung und die Herausforderungen, die uns in Schwung bringen. Am letzten Freitag schloss jemand meine Bürotüre, die sonst immer offen steht, und die ganze Betriebsamkeit und der Geräuschpegel war mit einem Mal aussen vor. Da wurde mir eindrücklich bewusst, wie wertvoll Stille sein kann. Man kann durchatmen, kommt wieder zur Besinnung und kann Gedanken ganz neu fassen. Jesus suchte auch immer wieder die Stille. Er verbrachte sie regelmäßig im Gespräch mit Gott, seinem Vater. Dadurch schöpfte er Kraft für seinen aufopfernden Dienst an den Menschen. Christen nehmen Jesus zum Vorbild und verbringen möglichst regelmäßig „Stille Zeit“ mit Gott. Diese Stille ernährt. Sie führt zu wertvollen Einsichten, die Gott durch sein Wort vermittelt. Sie verhilft zur Korrektur von falschen Denkmustern, die unser Handeln negativ beeinflussen. Sie gibt die Chance, Gottes Liebe zu entdecken und daraus neuen Lebensmut zu schöpfen. Lärm haben wir mehr als genug in unterschiedlichster Form. Stille aber ist rar geworden.

Erschienen am 12.06.2009