Logo Impuls vom 14.08.2009



Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe hätte und eins unter ihnen sich verirrte: lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das Verirrte? Jesus

esus stellt seinen Zuhörern diese Frage um deutlich zu machen, dass Gott nicht will, dass jemand verloren geht. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass es durchaus möglich ist, dass Schafe, die zur Herde gehören, eigene Wege gehen und sich dabei verirren. Sie meinen vielleicht, irgendwo anders bessere Weide zu finden als da, wo der Hirte sie hinführt. Sie haben ihren eigenen Kopf, sie gehen ihren eigenen Weg. Und sie kommen früher oder später zu der Erkenntnis, dass sie die Orientierung verloren haben. Die Gefahr des Scheiterns wird immer größer. Vielleicht ganz hübsche Weide, aber kein Bach für lebenswichtiges Wasser. Vielleicht ausreichend Nahrung, aber kein Schutz vor Raubtieren. Welches Schaf kann sich schon alleine durch die Welt schlagen?
Sie merken schon – hier werden Bilder gebraucht, die es uns ermöglichen im übertragenen Sinne zu denken. Es geht Jesus darum zu erklären, dass er auf der Suche ist nach Menschen, die sich „von Gott weg“ verirrt haben und nun den Weg zurück nicht finden. Jesus sucht diese Menschen. Er ruft und wartet auf Antwort. Dieses Rufen erleben Menschen auf die unterschiedlichste Weise. Vielleicht spürt man andauernd diese nagende innere Leere, vielleicht macht sich Einsamkeit breit, vielleicht kommt einem alles sinnlos vor. Oft ist es dann der eigene Stolz, der es verhindert zuzugeben, dass man sich verlaufen hat. Aber der Stolz gibt einem den inneren Frieden auch nicht zurück.
Jesus wird weiter rufen! Er wird als der gute Hirte bezeichnet. Ihm kann man sich anvertrauen.

Erschienen am 14.08.2009