Impuls vom 02.10.2009


  | Wenn wir Gottes Wort hören und Gottes Werke tun, dann wird unser Leben ein nie endendes Erntedankfest. Friedrich von Bodelschwingh
Jedes Jahr werden wir durch das Erntedankfest daran erinnert, dass es nicht selbstverständlich ist, wenn wir die Früchte des Feldes wieder ernten können. Treffender wie in dem bekannten Erntedanklied von Matthias Claudius kann es wohl kaum ausgedrückt werden: „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand: der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.
Er sendet Tau und Regen und Sonn- und Mondenschein, er wickelt seinen Segen gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser Feld und Brot: es geht durch unsre Hände, kommt aber her von Gott. Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!“
Man hört gelegentlich noch den Ausspruch: „Gott sei Dank!“ aber ich bin mir nicht sicher, ob Gott wirklich gemeint ist. Ich glaube, wir haben es größtenteils verlernt, Gott von Herzen zu danken. Und das macht unser Leben arm. Wir haben zwar noch genug, aber wir sind oft am Jammern und Klagen.
Bodelschwingh war ein Mensch, der viel Elend gesehen und sich um das Elend der Menschen gekümmert hat, indem er die Anstalten für Behinderte und Obdachlose in Bethel gründete. Er hätte viel Grund zum Jammern und Klagen haben können. Er und seine Frau verloren kurz hintereinander alle 4 Kinder. Aber sein Leben war trotz allem Schweren von großer Dankbarkeit Gott gegenüber geprägt. Sein Hören auf das Wort Gottes und die Bereitschaft, Gott von ganzem Herzen zu dienen, haben große Segensspuren hinterlassen und ihn zu einem frohen und dankbaren Menschen gemacht.
Erschienen am 02.10.2009
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