Logo Impuls vom 05.02.2010



Bete so, wie du kannst - nicht so, wie du nicht kannst. (Don Chapman)

Wie betet man richtig? Welche Form ist angemessen, wenn ich Gott begegnen will? Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal diese Fragen gestellt. Am besten müsste es ja der wissen, an den die Gebete gerichtet werden. Was sagt also Gott dazu?
Gott will, dass wir ihn mit Ernsthaftigkeit anbeten. Das Gebet soll kein oberflächliches Herunterleiern von auswendig gelernten Formeln und Versen sein. Auch kein Ablesen von Gebeten ohne die innere Hinwendung zu Gott durch den Gebetstext. Man betet auch nicht, um anderen zu signalisieren, wie fromm man ist.
Echtes Gebet geschieht in einer demütigen, Gott ehrenden inneren Haltung und ist nicht nur Reden, sondern auch Hören. Wenn sogenannte Stoßgebete überall ihren Platz haben können, so ist es doch gut, wenn wir Stille und Einsamkeit suchen, um Gott im Gebet zu begegnen. Jesus hat immer wieder die Einsamkeit der Wüste oder eines Berges aufgesucht um zu beten. Aber auch von gemeinsamem Gebet wird schon aus der Zeit vor unserer Zeitrechnung berichtet und die christliche Gemeinde hat seit ihren Anfängen immer das Gebet in der Gemeinschaft gepflegt. Manchmal wissen wir nicht, wie oder was wir beten sollen. Gott sagt in seinem Wort zu, dass sein Geist uns hilft, Worte des Gebets zu finden, wenn die oben genannten Bedingungen stimmen. Kann jeder Mensch beten? Ja, mit Sicherheit, denn es liegt in unserer Natur der Wunsch, mit unserem Schöpfer in Kontakt zu treten. Das obige Zitat von Don Chapman spricht die Frage der Form des Betens an. Nicht jeder kann vor anderen Menschen ein freies Gebet sprechen, nicht jede Körperhaltung ist einem Betenden möglich oder eingeübt. Don Chapman ist amerikanischer Musiker und Sänger und sieht es als seine Berufung, mit Liedern Gott anzubeten. Es ist seine hauptsächliche Form des Gebetes. Wenn wir mit Gott reden wollen, kommt es in erster Linie auf die oben beschriebene innere Haltung an. Die Formen dürfen so unterschiedlich sein wie die Menschen eben unterschiedlich sind.

Erschienen am 05.02.2010