Impuls vom 19.02.2010


  | Gottes Termine stehen nicht in unserem Kalender (Hanns-Dieter Hüsch)
Ich schaue in meinen Kalender und überschlage meine Zeit. Wie kommt es schon wieder, dass alle Tage mit Terminen „vollgeknallt“ sind? Ist es meine Unfähigkeit „Nein“ zu sagen? Oder kann ich keine Ruhe mehr aushalten, kein Tag ohne eine Aktion? Mir kommt in den Sinn, dass es ja auch schön ist, wenn ich gebraucht werde, und auch, dass ich dankbar sein kann, all dies machen zu können. Dann kommt mir dieser Ausspruch des niederrheinischen Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch in die Quere: „Noch mehr Termine“, denke ich? Noch dazu solche, die ich nicht beeinflussen kann.
Aber sind es nicht diese Gottestermine, die sich mitten in den anderen ereignen und die anderen erst wertvoll machen? Ja, ich wünsche mir mehr von diesen Terminen Gottes, weil nur diese wirklich wichtig sind. Und ich hoffe, dass ich möglichst wenige dieser Termine verpasse denn es sind die Gelegenheiten, wo Gott mich etwas lehrt oder auch, wo er mich beauftragt in seinem Sinne zu handeln.
Allerdings würde ich Hanns-Dieter Hüsch auch gerne ergänzen: Es liegt an mir, dass auch in meinem Kalender Termine mit Gott stehen. Zeiten, in denen ich mich bewusst Gottes Wort öffne und im Gebet Zeit mit ihm verbringe. Daraus erwächst mir dann die Kraft, die Gottestermine zu erkennen und zu nutzen, die tatsächlich nicht im Kalender stehen.
Erschienen am 19.02.2010
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