Impuls vom 11.06.2010


  | Feiert, lacht und singt, damit ihr Hoffnung habt! (Offizielles Lied des Ökumenischen Kirchentages in München)
Hoffnung ist für uns Menschen ein wichtiges Thema. Hoffnung lässt uns weiterleben und weiterkämpfen. Hoffnung hilft uns, nicht aufzugeben, wenn sich uns Schwierigkeiten in den Weg stellen und unsere Vorhaben durchkreuzt werden. Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man. Ohne Hoffnung geht nichts mehr. Das ist das Ende. In der Bibel steht: „ Hoffnung lässt nicht zuschanden werden“. Auch hier im Wort Gottes wird formuliert, dass Hoffnung dringend gebraucht wird um zu überleben, in jeder Beziehung.
Wie bekommen wir diese überaus wichtige Hoffnung? Kann uns da das Kirchentagslied wirklich eine Wegweisung sein? Die Hoffnung die wir durch Feiern, Lachen und Singen zu erwarten haben, scheint mir nicht sehr nachhaltig zu sein. Sie ist ein ungedeckter Scheck, eine selbstgemachte Zuversicht, die bald eine gähnende Leere zurücklässt.
Hoffnung muss sich tiefer gründen, wenn sie dem Menschen helfen soll. Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn, seinen Gott! – heißt es im Psalm 146.
Ein Schiff kann sich nicht in sich selbst verankern, es wird abgetrieben und irgendwo zerschellen. Ebenso kann der Mensch seine Hoffnung nicht in sich selbst festmachen. Er wird Schiffbruch erleiden, wenn er keinen festen Grund hat, in den er seinen Anker setzten kann. Auch Kirchen oder christliche Gemeinschaften werden scheitern, wenn sie ihre Hoffnung nicht ganz auf Jesus, ihren Herrn setzen. Ich empfehle als Lesung den Psalm 146.
Erschienen am 11.06.2010
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