Impuls vom 13.08.1999


  | Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand. (Psalm 73,23)
Während unseres Zeltlagers für Teenager in der vergangenen Woche in Interlaken kam in Gesprächen mit Einheimischen immer wieder das schreckliche Canyoning-Unglück zur Sprache. Die Reaktionen waren unterschiedlich. Von Naturgewalten, denen man eben hilflos ausgeliefert ist, bis zu Verantwortungslosigkeit des Unternehmens "adventure world" wurde alles erwähnt. Ein Kollege aus Interlaken berichtete mir vom Trauergottesdienst für die 21 verstorbenen jungen Leute. Am eindrücklichsten sei ihm die Ansprache eines katholischen Priesters gewesen. Für diesen katholischen Priester sei dieses Unglück eine Sache mit zwei großen Minus. Das eine Minus sei die Tatsache des Unglücks, das zweite Minus ist die ungelöste Frage, warum Gott nicht bewahrend eingegriffen hat. Aber so wie in der Mathematik zwei Minus ein Plus ergeben, so hat Gott aus diesen beiden Minuszeichen das Kreuz Jesu geformt, an dem wir Menschen Rettung für unser zeitliches und ewiges Leben finden. Aus den vielen Minuszeichen dieser Welt hat Gott am Kreuz von Golgatha ein Plus gemacht, in dem er uns in Jesus Frieden mit Gott geschenkt hat. Diesen Frieden wünsche ich mir und Ihnen trotz mancher Minuszeichen im eigenen Leben.
Uli Limpf
Erschienen am 13.08.1999
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