Logo Impuls vom 18.02.2011



Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. (Daniel 9,18)

Beten - ist das nicht nur etwas für alte Leute und kleine Kinder? Ja, in den Gottesdiensten wird gebetet und bei Beerdigungen. Vielleicht beten Sie noch vor oder nach dem Essen oder vor dem Einschlafen? Eventuell gibt es für Sie eine gewisse Tradition, die Sie in ihrem Haus aufrechterhalten, weil die Eltern darauf Wert gelegt haben.
Unterschätzen Sie nicht das Gebet. Beten ist die Kommunikation mit dem lebendigen Gott. Es ist ein großes Vorrecht, dass wir Menschen durch den Glauben an Jesus Christus eine persönliche Beziehung zu dem Schöpfer Himmels und der Erde haben können. Und das wirkt sich vor allem im vertrauensvollen Gebet aus. Wir dürfen Gott als unseren guten Vater kennen lernen und mit ihm im Gebet alles durchsprechen, was uns beschäftigt. Er, der alles geschaffen hat und erhält, kann und will auch für unser Leben sorgen. Und er hat auch die weltpolitischen Ereignisse in seiner Hand.
Der Prophet Daniel, von dem der oben erwähnte Bibelvers überliefert ist, hat mit dem lebendigen Gott vieles erlebt. Das hat ihn ermutigt, von Gott Großes zu erwarten. Gott hat ihn aus der Löwengrube (damalige Todesstrafe für schlimme Verbrecher) errettet. Und nun betet er für sein Volk, dass es wieder aus der Verbannung zurückkehren kann in sein Heimatland. Dabei ist ihm bewusst, dass das Volk Israel nicht unverschuldet in diese notvolle Situation geriet. Deswegen setzt er sein Vertrauen in Gottes Barmherzigkeit und bittet für sein Volk um Gnade.
In den letzten Wochen haben sich große politische Veränderungen im Nahen Osten ereignet. Wir können noch nicht abschätzen wie sich alles entwickeln wird. Deswegen scheint es mir wichtig, dass wir Gott um seine Hilfe bitten für diese Region und auch für alle anderen Krisengebiete.

Erschienen am 18.02.2011