Filmpremiere - Rückblick

Die 3 vom Schulhof und die geheimnisvolle Höhle

An 10 Drehtagen zwischen Februar und März nahm der Teenkreis mit etwas erwachsener Unterstützung ein Abenteuer der „3 vom Schulhof“ und ihren Freunden und Widersachern in und um die fiktive Kleinstadt Bärlauch auf. Rund 25 Stunden (inkl. Vorbereitungen, Set-Aufbau, Abbau) brachten am Ende knapp 80 min Film (inkl. Werbeclips und Trailer) bei fünf Stunden Filmmaterial. 35 Seiten Drehbuch und fünf Seiten für die Videoclips führten durch 14 Szenen mit zusammen 273 Shots (einzelne Teile einer Szene) und gefühlt 34.576 Takes (Wiederholungen von Shots). Die jeweiligen Szenen wurden mehrmals abgedreht, um Auswahl beim Schneiden zu haben, bzw. wenn im Nachhinein Filmfehler bemerkt werden. Durch diesen Vorgang haben sich zwei geflügelte Worte für immer ins kollektive Gedächtnis der Darsteller eingebrannt: “Uuuund nochmal!” – für die Wiederholung eines Shots und “Für die kranke Tante!” – Erlösende Ankündigung der wirklich echt tatsächlich total allerletzten Aufnahme eines Shots.

Gedreht wurde in der Grundschule, auf dem Schulhof, bei Mode Vogl, im Löss-Stollen und im Gemeindehaus.

23 kreative und engagierte Darsteller, acht Komparsen, zwei Sprecher, fünf zusätzliche Filmcrew-Helfer und ein spontaner Darsteller (Hugo) machten das Projekt zu etwas Besonderem, haben Zeit geopfert und die verschiedenen, sehr unterschiedlichen Rollen mit Leben gefüllt. Am Set herrschte eine tolle, fröhliche Atmosphäre, manchmal wurde mehr für die Outtakes dargestellt als für den Film.

Welche wichtigen Erkenntnisse ziehen wir daraus? Einen Film zu drehen ist cool, bedeutet allerdings auch Aufwand – der sich wegen der zwischenmenschlichen Dynamik innerhalb der Gruppe, der begeisterten Resonanz des Publikums bei der Filmpremiere und der auf diese zeitgemäße Weise transportierten „Message“ über biblische Werte absolut lohnt. Es ist gar nicht so einfach, absolut still zu sein, während andere Darsteller ihre Szenen drehen. Flugzeuge und Motorsägen sind toll, aber nicht, wenn man gerade am Drehen ist. Spinnen in kleinen Löss-Stollen können durchaus (unproportional) groß sein.

Dann brach er heran, der große, mit Aufregung erwartete Tag der Filmpremiere. Die Teenies – unterstützt von einigen erwachsenen Helfern aus der Gemeinde - gestalteten die Gemeinderäumlichkeiten in ein Kino um, mit Theke und stylischer Popcornmaschine(n) im Foyer, einer Movie-Lounge im MuKi-Raum mit Buffet, Sitzecken und Grünpflanzen. Für den Eingangsbereich wurde ein klassischer Kinoleuchtkasten gestaltet und der rote 

Teppich zur Straße hinunter ausgerollt. Lange vor dem offiziellen Beginn um 19:00 Uhr kamen die ersten Gäste, die mit einem erfrischenden Sektempfang begrüßt wurden. 20 Minuten später wurden die Darsteller vor den roten Teppich gefahren. Guido als Portier half ihnen aus dem von Matthias Bühler gesteuerten VIP-Shuttle (und lud nebenbei noch interessierte Vorbeikommende mit ins CineDome Theatre ein). Die Darsteller wurden stilecht mit viel Beifall begrüßt, es folgten die obligatorischen Interviews und Fotos vor der Werbewand. Sowohl der große Saal als auch der Mutter-Kind-Raum waren v.a. durch die Familien, Verwandtschaften und Freunde der Darsteller und manch anderem Gast gefüllt, so dass mancher keinen Sitzplatz mehr ergattern konnte. Unsere Erwartungen als Vorbereitungsteam wurden um einiges übertroffen; mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ute und Alexander wurden Werbeclips und Trailer gezeigt und Tee statt Eis gereicht, bevor dann der heiß ersehnte Film begann, der auch auf das Ostergeschehen zu sprechen kam, den das Publikum im Anschluss frenetisch feierte und auf diese Weise den Einsatz und das Talent der Beteiligten honorierte.

Am Ende des offiziellen Programms wurden die 234. Bärlaucher Academy Awards verliehen, die Darsteller und die Filmcrew bekamen von Laura und Linda einen „Bärnard“ überreicht.

Ausgeklungen ist der Abend mit Häppchen, Cocktails, Getränken und anregenden Gesprächen bei der Aftershow-Party.

Der Film endete mit einem kleinen Cliffhanger, der bei einem Anspiel im Gottesdienst an Ostersonntag aufgelöst wurde.

An dieser Stelle sei ein herzlicher Dank an alle, auch im Hintergrund wirkenden Film- und Premierenhelfer ausgesprochen, die für viel authentische Atmosphäre sorgten und den Teenies und manchem Gast einen unvergesslichen Abend bescherten.