Logo Predigt: Thema: Frau sein



Die Frau hat in den letzten Jahrzehnten wohl die stärksten Veränderungen durchgemacht. Auf diesem Weg sind viele Frauenbilder entstanden. Wo soll sich eine Frau heute orientieren? Wir wagen einige Thesen...

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Vorweg geht ein Interview mit einigen Frauen im Saal mit folgenden Fragen:

• Sind sie gerne eine Frau?
• Was erleben sie ihr Frau sein positiv, was negativ?
• Wären sie lieber ein Mann als eine Frau? Warum nicht?
• Welche Erfahrungen als Frau, würden sie gerne anderen Frauen weitergeben?

Liebe Gemeinde,

manches mal im Laufe dieser Woche staunte ich über meinen eigenen Mut, über das Frau-sein eine Predigt halten zu wollen. Was will ich als Mann denn zu diesem Thema sagen? Was verstehe ich denn schon vom Frau sein? Redet denn da nicht ein Blinder von der Farbe? Die meisten Vorträge zu diesem Thema halten Frauen und wahrscheinlich wäre es auch besser, wenn diese Predigt eine Frau halten würde. Warum ist es denn so schwierig über das Frau-sein eine Predigt zuhalten? Es ist deshalb schwierig, weil heute die Vorstellungen, wie Frau-sein aussehen könnte ein sehr, sehr breites Spektrum hat. Ich bin davon überzeugt, daß auch ihr Frauen, die ihr heute mittag hier seid sehr unterschiedliche Vorstellungen davon habt, wie ihr euch euer Frau-sein in idealer Weise vorstellt. Wenn jede von euch jetzt reden könnte, wir würden ein buntes, breitgefächertes Bild mit vielen Varianten bekommen.

Schon am vergangenen Sonntag haben wir beim Nachdenken über das Thema Mann sein festgestellt, daß sich die Rolle und Situation des Mannes in den vergangenen 100 Jahren grundlegend gewandelt hat. Das gilt in einem noch viel stärkeren Maß, in potenzierter Art und Weise auch für die Frau.

In Amerika haben Frauen 1920 das Wahlrecht bekommen. In der Schweiz sogar erst 1971. Daß Frauen Pfarrerinnen werden können ist meines Wissens erst in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg möglich geworden und auch daß Frauen wie Golda Meir, Margaret Thatcher gar die Regierungsgeschäfte ihrer Länder führen hat man sich vor Jahrzehnten nicht vorstellen können. Bis auf wenige Ausnahmen aus der Aristokratie war es jahrhundertelang das normale, daß Frauen im häuslichen Bereich arbeiten und leben und sich aus dem öffentlichen Leben heraus halten, die Berufswelt und die öffentliche Welt ganz den Männern überlassen. Heute erleben wir genau das Gegenteil: Man spricht davon, daß jemand "Nur Hausfrau ist", wobei die Betonung auf dem "Nur" liegt, man redet vom Heimchen am Herd und einer Frau, die dies praktiziert wird die Verblödung zwischen Windelwaschen und Kochen garantiert. Es wird bewußt gemacht, daß Frauen jahrhundertelang von Männern unterdrückt wurden und daß Frauen sich gegen diese Versklavung wehren sollen. Wer wird denn heute noch so dumm sein und für den Mann, die Familie daheim die Drecksarbeit machen, damit die es schön haben?

Es kursieren heute unendlich viele Frauenbilder durch die Weltgeschichte und es gibt eine lange Kette von Mißverständnissen, Verletzungen und Unsicherheiten im Blick auf das Frau-sein heute.

Was sagt die Bibel zum Thema Frau-sein?

Auch von der Bibel her ist es gar nicht so einfach, ein eindeutiges biblisches Frauenbild zu definieren. Viele der biblischen Aussagen entstanden auf dem Hintergrund ihrer Zeit und man ist ständig am Ringen um die Frage: Was gilt heute noch? Soll die Frau nun ein Kopftuch im Gottesdienst tragen? Darf sie Predigen, darf sie Pfarrerin werden, darf sie Predigerin werden? Und wer von uns wollte sagen, daß es von der Bibel her verkehrt ist, daß eine Frau den häuslichen Bereich verläßt, studiert und einen Beruf ausübt?

Was läßt sich denn von der Bibel her mit Sicherheit sagen?

1Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.

a) Mann und Frau kommen vom gleichen Herrn

b) Mann und Frau sind Ebenbild Gottes - Nicht nur der Mann

c) Deshalb sind Mann und Frau gleichwertig vor Gott das betont auch Gal 3,28

Gal 3,28 Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

d) Wir leben in einer geschlechtlichen Polarität, die wir bejahen wollen. Wir wollen es bejahen, daß es zwei Geschlechter gibt und nicht eins.

Dann weiter in

1Mo 2,18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.

Gehilfin: Ist leider falsch verstanden worden. Es bedeutet nicht Handlanger, wie es gerade viele Männer verstehen wollen, sondern Hilfe, Gegenüber, Partner, gleichwertiger und gleichgewichtiger Gefährte.

Von diesen Aussagen her begrüßen wir es, daß die jahrtausendelange Benachteiligung der Frauen in unserer Gesellschaft Stück für Stück ein Ende finden.

Zu den verheirateten Frauen sagt die Bibel

Eph 5,22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn.

Und so noch einmal in Kol 3,18 und 1.Petr 3,1

Dieses Wort des Paulus hat für viel Aufregung gesorgt und es ist der Emanzipationbewegung mehr als ein Dorn im Auge. Vielleicht ist auch heute manche Frau unter uns, die an diesem Wort Anstoß nimmt. Ich meine als, man sollte nicht so viel Wirbel um dieses Schriftwort machen. Steht doch im Epheserbrief 1 Vers vorher das Wort:

Eph 5,21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.

Und 1 Vers danach: Ihr Männer, liebet eure Frauen. Überall wo die Bibel diese Anweisung den Frauen gibt, folgt die Aufforderung an die Männer, die Frauen zu lieben auf dem Fuß.

Dieses Wort ist keine einseitige Bürde für die Frau, keine Last, die ihr das Evangelium auflädt, sondern wo beide ihre Hausaufgaben machen, beide Mann und Frau ihren Teil dazu beitragen, wird eine Ehe zu einer Partnerschaft, zu einer Freundschaft und nicht zu einem unterwürfigen Knechtschaftsverhältnis.

Des weiteren sind die Anweisungen des Neuen Testamentes an die Frauen ähnlich wie die Anweisungen an die Männer. Frauen sollen besonnen sein, gütig, ihre Männer und ihre Kinder sollen sie lieben, sie sollen keusch sein, nicht verleumderisch und nicht dem Trunk ergeben. So der Titusbrief.

Aus dem bisher gesagten, möchte ich nun wieder vier Linien ausziehen, die mir für das Frau sein heute wesentlich erscheinen:

1. Ein eigener Mensch werden

Die Frage: Wer bin ich als Frau und wie soll ich eigentlich sein, die in den vergangenen Jahrzehnten so heftig diskutiert wurde, scheint mir wirklich eine wichtige Frage zu sein. Die ganze Emanzipationsbewegung hat viele Frauen unendlich verunsichert, daß viele von ihnen heute nicht mehr wissen, wo sie stehen. Vreni Theobald schreibt in ihrem Buch: "Ich bin eine Frau": Es fällt mir auf, wie viele Frauen heute unglücklich, gestreßt und unzufrieden sind, wieviel Groll und Verbitterung da ist, bis hin zu echtem seelischen Leiden und psychischer Krankheit." Diese Diagnose hat für mich einen Zusammenhang mit der Verunsicherung die über das Bild der Frau heute herrscht. Deshalb scheint es mir so unendlich wichtig zu sein, daß jede Frau unter uns eine Überzeugung für ihr Frau sein gewinnt, einen Stolz auf ihr Frau sein gewinnt, ihren Weg für ihr Frau sein findet. Habt ihr Klarheit gewonnen in der Frage: Was denke ich über mich und wer möchte ich eigentlich sein. Das Wichtigste daran: Ihr müßt diese eure Position selber finden und selber bejahen lernen. Ihr werdet andere Frauen in euerer Umgebung entdecken, die den Weg für sich anders sehen und das darf euch nicht durcheinanderbringen. Ihr müßt den Weg für euch finden und auf diesem Weg für euch glücklich werden. Ich möchte euch Frauen es zurufen: Beugt euch nicht dem Diktat irgendwelcher Frauenbilder seien sie nun absolut emanzipatorisch oder antiquiert aus dem letzten Jahrhundert. Zwar hat die Emanzipationsbewegung die Frau von der Unterdrückung des Mannes befreit , leider tauschen heute Frauen die alte Last gegen eine neue Last. Heute herrschen nicht mehr die Männer, sondern die Erwartungen der anderen Frauen. Es ist eure wichtigste Aufgabe, eine eigene, reife Frauenpersönlichkeit zu werden

Ihr seid nicht nur Ehefrau, Mutter, Großmutter, Patin, Nachbarin, Bäuerin, Jungscharleiterin Ihr seid zuallererst die .... Ihr tragt auch die Verantwortung für das, was aus euch wird.

Wer sich selber vernachlässigt, hat zuletzt nichts mehr. Das sind die Frauen, die sich dann zu stark an ihre Kinder, an den Mann, an die Arbeit binden müssen, weil sie kein Eigenleben haben.

Reif werden ist ein Wachstumsprozeß, Man wird es durch mancherlei Krisen und Neuanfänge hindurch, durch positives Lernen aus Erfahrungen, durch Erkenntnisse, die man im Laufe der Zeit sammeln. Ich sage bewußt: positives Lernen aus Erfahrungen. Es gibt soviel negatives Lernen. aus Enttäuschungen zieht man Bitterkeit, Rückzug, Haß.

Reif werden heißt auch: Eine eigene Meinung gewinnen. Innerlich unabhängig werden von der Meinung des Nachbarn und vom Dorfklatsch, von dem, was in der Gemeinde über einem geredet wird. Ein eigener Mensch werden heißt: mich selber entdecken mit meinen Gaben, dem Reichtum, der in mir steckt. Dazu gehört auch daß ihr die Konfrontation mit euren Grenzen aushalten müßt. Auf dem Gemeindewochenende haben wir ausführlich darüber gesprochen. Wir sind keine Alleskönner. Jeder hat Grenzen zum Glück! Die Unvollkommenheit, Begrenztheit, meine Schwächen gehören mit zu euch. Ihr dürft auch sie bejahen lernen. Je freier ihr sie annehmt, desto besser könnt ihr damit umgehen oder sie sogar überwinden.

Ein eigener Mensch wird man durch die Bejahung seiner selbst. Man nimmt sich an mit seinem Leib, seiner Seele, seinem Geist, seinem Aussehen, seiner Vergangenheit, seiner Gegenwart, seinem Temperament.

Was für ein Segen für eine Gemeinde, wenn in ihr reife, ausgeglichene Frauen sind, die stolz auf ihr Frau sein sind, die sich selbst gefunden haben und deshalb frei sein können für andere.

Vielleicht darf ich an dieser Stelle noch ein Wort an die Männer richten. Ihr könnt euren Frauen helfen, wenn ihr sie so nehmt, wie sie sind. Viele Männer projizieren in ihre Frau das Bild ihrer Traumfrau, vielleicht sogar ihrer Mutter und sind enttäuscht, wenn ihre Frau nicht so ist. Dadurch entsteht viel Krampf bei Männern und bei Frauen. Auch ihr müßt ja sagen zu der Frau, die ihr geheiratet habt.

2. Seine Platzanweisung im Leben finden

So wie Frauen zu sich selber, zu ihrem Stil, zu eigener Reife finden müssen, so müssen sie auch ihre Platzanweisung im Leben finden. Ihr müßt euer Verhältnis für Familie, Gemeinde und Beruf finden. Ich kann euch nicht sagen: Werdet alle berufstätig, das tut eurem Selbstvertrauen gut. Ich kann euch auch nicht sagen: Bleibt alle zu Hause am Herd. Je nach eurer Situation, je nach Lebensphase kann auch etwas anderes dran sein. Und doch will ich 4 Tips geben, die mir wichtig erscheinen.

a) Laßt euch nicht durch Meinungsmache in die Berufstätigkeit drängen. Die Frau, wie sie in Illustrierten, Fernsehserien etc. als Idealfrau dargestellt wird ist selbstverständlich berufstätig. 75 % aller Frauen, die in einem Fernsehfilm spielen sind berufstätig. In der Realität sind es jedoch nur 55%. Hier bauen die Medien ein Leitbild auf, das Leitbild einer Karrierefrau, das so nicht stimmt. Das Leitbild der Karrierefrau wurde so übermächtig, daß die "Nur-Hausfrau" (welch gräßliches Wort) keine Chance mehr hat. Es ist ein Fehler, wenn Frauen, die sich für den Beruf Hausfrau entschieden haben, als minderwertig, altmodisch oder unterwürfig verschrieen werden.

b) Lastet euch nicht zu 150 Prozent aus. Ich habe es bereits gesagt. Viele Frauen sind gestreßt, unzufrieden, überlastet. Das kommt auch daher, weil sie auf zu vielen Hochzeiten tanzen. Wenn es irgendwie möglich ist schnürt euch euer Paket so, daß ihr noch Luft bekommt für euch selbst, daß ihr nicht nur am hetzen seid, sondern noch ein wenig Muße für euch selber findet. Euer Mann, eure Kinder, eure Familie, die ganze Gemeinde und alle Nachbarn werden es euch danken.

c) Nehmt eure besondere Chance als Frauen wahr. Nicht alle Frauen müssen unbedingt berufstätig sein. Wer es nicht muß hat unendlich viele Möglichkeiten, diese Welt etwas menschlicher, lieblicher, lebenswerter zu machen. Wer nicht unbedingt arbeiten muß hat auch die Möglichkeit, das Reich Gottes zu bauen. Es gibt so viele Menschen, die auf ein nettes Wort von jemand warten, so viele, die sich wünschen, daß jemand für sie Zeit hat.

Gerd Quadflieg: Wörrstadt - Gemeindewachstum - Frauen waren nicht berufstätig -Spielplatz - lernten andere Frauen kennen - natürliche Kontakte - Gemeinde wuchs.

3. In Beziehungen leben

Beziehungen zu anderen Menschen sind für Frauen wichtig. Frauen leben intensiver in Beziehungen und mit Beziehungen. Ein Netz von Beziehungen baut sich im Lauf des Lebens auf und aus. Es ist ein großes Geschenk, wenn man gute tragfähige Beziehungen zu Menschen hat, mit denen man das Leben teilen kann und die Anteil an meinem Leben haben. Man könnte Beziehungen tatsächlich mit einem Spinnennetz vergleichen: es darf nicht zu eng geflochten sein, sonst ersticken wir fast in den Erwartungen und Verpflichtungen. Wenn es aber zu grobmaschig ist, hat man nicht den nötigen Halt.

Nun ist aber kein Kapitel in unserer Lebensgeschichte so vollgeschrieben mit Enttäuschungen, Problemen und Hilfeschreien wie dieses Kapitel der zwischenmenschlichen Beziehungen. Man leidet aneinander, tut sich weg, geht sich aus dem Weg, mißtraut einander, verletzt einander. Jede Frau, wahrscheinlich auch jeder Mann hat an irgendeiner Stelle seines Lebens Beziehungswunden. Was ist denn dazu zu sagen?

a) Spannungen bejahen: Wir müssen nicht ständig gegen Spannungen kämpfen oder vor ihnen Angst haben. Spannungen sind nicht nur negativ. Eine gesunde Spannung hält uns wach, bringt in Schwung, hilft uns, daß wir unterwegs bleiben in unserem Denken und Sein. Also Spannungen bejahen und positiv daran arbeiten.

b) Jede Beziehung lebt vom gegenseitigen Vertrauen, davon, daß ich mich getraue, meine Masken in der Beziehung abzuziehen. Wirklich so sein können wie man ist, davon lebt eine Beziehung. Das Herz öffnen, Einblick geben In das Denken und Leben. Das erfordert Mut, aber das tut auch gut.

c) Eine Beziehung lebt vom miteinander teilen. Ich darf mein Leben mit anderen teilen, d.h. ich teile auch meine Zeit. Ich habe Zeit für die Beziehung, Zeit für dich, Zeit für einen Besuch. Ich habe zeit zum Zuhören, will verstehen lernen. Man teilt sich die Wohnung, man teilt sich das Geld, man teilt sich die Kraft die man hat, indem eine der anderen helfen kann. Beziehungen leben vom Teilen.

d) Eine Beziehung lebt von der Vergebung. Das ist der wichtigste Punkt. Wer zusammen lebt wird aneinander schuldig. So schnell passiert es, daß man sich Dinge gegenseitig nachträgt. Eine Beziehung darf nicht zu einem Kriegsschauplatz werden. Das geschieht dann, wenn man sich vergibt und weiß, wir alle sind Menschen, denen vergeben worden ist.

Noch viel wäre zu Beziehungen zu sagen. Eine Beziehung lebt von der Achtung voreinander, eine Beziehung lebt von der Dankbarkeit, eine Beziehung lebt vom gemeinsamen Glaubensfundament. Ich wünsche es euch so sehr, daß ihr Frauen heil werdet in euren Beziehungen zueinander. Das ist für euch, und für eure Gemeinde ein Segen.

4. Ein Leben in der Gegenwart Gottes führen

Zuletzt: Frau sein heißt auch ein Leben in der Gegenwart Gottes führen. Vor Jahren war ich Freizeitleiter einer Freizeit in Pellworm und kam mit einer Freizeitteilnehmerin ins Gespräch. Sie erzählte mir, daß bevor ihre Kinder zur Welt kamen, sie ein tolles geistliches Leben führte. Stille zeit machen konnte, ein Gebetsleben führte. Aber jetzt hatte sie Kinder und bekam nichts mehr auf die Reihe und war darüber todunglücklich. Vielleicht geht es dir auch so und oft ist das nicht unbedingt eine Frage der zeit (man kann locker 30 min mit der Freundin telefonieren), sondern eine Frage dessen, ob man zur Ruhe kommt, ob man abschalten kann.

Ich darf und möchte euch sagen. Auch in den Anspannungen, im ausgefüllt sein eures Frau-seins ist Gottes Arm lang genug um euch zu formen, euch zu führen, zu erfreuen und zu segnen. Ich wünsche dir, daß, sind die langen Augenblicke mit Gott nicht möglich, es die kurzen Augenblicke sind, die dir Gelegenheit geben zu beten, zu loben, zu hören.

Da rennt deine vierjährige Tochter in den Kindergarten, du schaust ihr nach und betest: Herr begleite und segne sie

Du gießt deine Blumen und wirst an die Freundin erinnert, die dir das Usambaraveilchen geschenkt hat. Fürbittend denkst du an sie.

Du bist hungrig nach einem geistlichen Anstoß. Kniend auf der Eckbank, um dem Einschlafen vorzubeugen hörst du spätabends den Evangeliumsrundfunk und freust dich an der Möglichkeit, so einen Impuls zu bekommen.

Morgens schon gibt es Krach mit deinem Sohn im Teenageralter. Unter Schimpfworten verläßt er das Haus. Du bist leer, rat- und hilflos, gehst in dein Schlafzimmer und schüttest einfach dein herz vor Gott aus.

Chaos am Mittagstisch: Nörgeln des Mannes, der Kinder über das Essen. Man stöhnt ob der Unzufriedenheit in der Familie und betet: Alle guten Gaben, alles was wir haben, kommt o Gott von dir, wir danken dir dafür. Danken für alles? Ja für alles! Auch für die nörgelnden Kinder, den nörgelnden Mann.

So kann man ein Leben in der Gegenwart Gottes führen. So kann man eine Frau sein, die auch im Streß eine geistliche Frau bleibt, eine Frau die ein Segen sein wird. Für ihre Familie, für ihre Umgebung, für ihre Gemeinde, ja, für die ganze Welt. Solche Frauen brauchen wir, solche dürft und könnt ihr werden.

Finde dich selbst, deinen Platz und deinen Weg. Reife in Beziehungen und bleibe im Alltag mit deinem Herrn in Verbindung. Das sind die Tips eines Mannes zum Frau sein!!

Amen