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4. Ich glaube, daß das Evangelium
mit aller Kraft weitergesagt werden soll
Leitvers:
2. Kor 5,11: Weil wir wissen, daß wir Gott als unbestechlichen
Richter zu fürchten haben, wollen wir so viele Menschen wie nur
möglich für Christus gewinnen. Gott weiß, daß wir
nur dieses eine wollen.
Ist das ein Glaubenssatz? Der steht doch gar nicht im normalen Glaubensbekenntnis
Und doch - dieser Satz ist mit ein fundamentales Statement der Evangelikalen
Bewegung.
In der apostolischen Zeit hat man das Evangelium missionarisch weiter
verkündigt. Paulus, den anderen Apostel und den ersten Kirchenväter
war das ungeheuer wichtig. Doch dann ließ diese Kraft in der Kirche
nach. Das Christentum wurde Staatsreligion, man hat die Germanen gewaltsam
christianisiert und dann - dann lief viele hundert Jahre lang nichts
mehr im Blick auf Mission. Die Christenheit hatte den letzten Auftrag
Jesu über hunderte von Jahren vergessen oder einfach ignoriert.
Freilich, man kämpfte gegen den Islam, aber das waren sehr stakt
auch politisch motivierte Feldzüge. Die eigentliche Mission, das
Anliegen der Evangelisation wurde tatsächlich erst wieder vor etwa
150 Jahren wieder entdeckt und ist seitdem ein Grundanliegen der evangelikalen
Bewegung. Liebe Freunde, das Evangelium soll, muß, darf, will weitergesagt
werden.
Jesus will es so, daß wir seine gute Botschaft weitergeben an
Menschen, die noch nicht an Jesus glauben. Ihr seid das Licht der Welt
sagt Jesus - eine Stadt, die auf einem Berge liegt kann nicht verborgen
bleiben, stellt euer Licht nicht unter den Scheffel, die Ernte ist groß.
Geht hin in alle Welt und macht zu Jüngern - Alles Worte von Jesus,
die diesen Willen ausdrücken. Paulus schreib
1Kor 9,16 Denn daß ich das Evangelium predige, dessen darf ich
mich nicht rühmen; denn ich muß es tun. Und wehe mir, wenn
ich das Evangelium nicht predigte!
Mit anderen über den Glauben zu reden, das sagt sich so leicht.
Dabei gibt´s von vorneherein eine ganze Palette von Gründen
und Bedenken, die die Sache kompliziert machen:
Persönliche Gründe
- Ich will nicht lästig sein
- Mir gehen immer gleich die Argumente aus
- Ich bin nicht der geborene Missionar
- Manchmal bin ich mir im eigenen Christsein unsicher - wie soll ich
dann davon reden?
- Wir wollen nicht als altmodisch angesehen werden
- Wir möchten nicht als Schwächlinge angesehen werden
- Wir möchten nicht intolerant wirken
- Wir möchten keine Außenseiter sein
Das liegt auch an Gesellschaftliche Gründen:
Die pluralistische Gesellschaft stellt die Wahrheitsfrage nicht mehr.
Die Gesellschaft fragt: Was bringt es mir jetzt und heute, was für
ein Empfinden habe ich dabei.
Auf die Bedürfnisse des heutigen Menschen findet die Gesellschaft
folgende Antworten:
Jackpot - Das große Glück ist greifbar nahe / Supermarkt -
Man kann alles haben, was man will / Versicherungen sind eine äußerst
moderne Erscheinung - Ich achte darauf, daß mir nichts passiert.
/ Freizeit = so wenig Arbeit wie nötig, so viel Spaß wie möglich
Religion = Zuständig für die Restbefriedigung. Zuständig
für all das, was die anderen Antworten nicht bieten können.
Religion ist zuständig für den Rest, der übrigbleibt -
Wie in Athen. Vielleicht haben wir ja nicht ganz alles abgedeckt, deshalb
bauen wir noch einen Altar für den unbekannten Gott.
Vielleicht war das bis zum 11. September diesen Jahres so. Aber, und
das war in verschiedenen Zeitungen zu lesen: Seit dem 11. September,
so sagt man, ist die Spaßgesellschaft am Ende. Menschen fangen
an zu fragen, was wirklich trägt und hält. Liebe Freunde, Zahlreiche
christliche Leiter haben gerade in diesen Tagen uns dazu aufgerufen,
unerschrocken und deutlich das Evangelium von der Errettung und die Botschaft
vom Gericht weiterzusagen. So wie die Spaßgesellschaft ein Ende
findet angesichts des Schreckens vom 11. September und dem, was jetzt
noch kommen kann, genauso müssen auch wir als Christen wieder unsere
Harmlosigkeit ablegen.
Wir glauben, daß das Evangelium mit aller Kraft weitergesagt werden
soll:
Ich will jetzt keine neue Programme in unserer Gemeinde auflegen. Ich
denke, wir sollten an einer anderen Stelle beginnen. Jeder für sich
privat an der Stelle, an der wir stehen, mutig und unerschrocken von
Jesus weitersagen. Das ist dran. Das glaube ich. Warum?
- Weil es keine bessere Botschaft auf dieser Welt gibt
- Weil es um Leben und um Tod geht
Geschichte von den Fischern
Das Evangelium weitersagen -das ist die zentrale Lebensäußerung
der Christenheit.
5. Ich glaube, daß die Suche nach der Kraft
des Heiligen Geistes dringlich ist.
Ich glaube, daß die Suche nach der Kraft des Heiligen Geistes
dringlich ist, und daß ohne diese Kraft all unsere christlichen
Tätigkeiten, seien es Gebet, Verkündigung, lehren, dienen,
ja insbesondere auch evangelisieren leer sind und leer bleiben.
Leitsätze:
Joh 15,4 Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen
kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr
nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Sach 4,6 Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN
an Serubbabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen
Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth.
Eph 6,12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen,
sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herrn
der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern
unter dem Himmel.
Eph 6,13 Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an
dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das
Feld behalten könnt.
Zu dieser Waffenrüstung, zu dieser Ausrüstung, die Gott uns
gibt gehört die Kraft des Heiligen Geistes. Im Heiligen Geist will
der allmächtige Gott unter uns weilen. In ihm und durch ihn geschieht
es, daß Kraft aus der Ewigkeit hereinbricht in unser irdisches
Leben.
Wenn wir die Bibel im Blick auf das, was der Heilige Geist unter uns
tut studieren, dann entdecken wir folgendes:
- Der Heilige Geist verleiht uns Kraft und Gaben
- Der Heilige Geist ist der eigentliche Schlüssel, um Menschen
zu erreichen
- Der Heilige Geist macht unsere Gebete bei Gott verständlich
Wir wollen nicht nur auf unsere menschliche Kraft angewiesen sein, wenn
wir glauben. Liebe Freunde, mit unsrer Kraft ist nichts getan, wir sind
gar bald verloren.
- Wenn wir noch so eine exzellente Jugendarbeit in unserer Gemeinde
auf die Füße stellen, wenn wir noch so tolle Freizeiten
und Gruppenstunden für Jugendliche und Kinder durchführen
und organisieren. Ohne die Kraft des Heiligen Geistes werden sie leer
bleiben, wird nichts Entscheidendes passieren.Wenn wir mit Menschen-
und Engelszungen Arbeitskollegen den Glauben bezeugen, ohne daß der
Geist einen Menschen zieht, kann er nicht zu Jesus kommen.
- Und wir könnten 1000 Älteste um das Bett eines Kranken
in unserer Gemeinde stellen und für den Kranken um Genesung und
Gesundung beten lassen. Wenn Gottes Geist nicht heilende Hände
auf einen Menschen legt, wenn Jesus den Menschen nicht anrührt,
bleiben die Gebete frommes Gemurmel.
Mehr von Gott selbst zu erwarten und nicht von unseren ausgeklügelten
Programmen, das hat in den letzten Jahren die charismatische Bewegung
betont und uns daran erinnert und ich glaube, daß dieses Anliegen
berechtigt und richtig ist. Oder wollen wir Christen, wollen wir eine
Gemeinde sein, die ohne die Kraft Gottes auskommt? Nein, das kann nicht
sein. Deshalb, laßt uns neu nach dieser Kraft suchen.Bild vom Besuch
des Kraftwerkes in Kaprun:
Ein großes Wasserkraftwerk. Mit gewaltigem Druck stürzt das
in Rohren eingefangenen Wasser vom hohen Berg herunter und jagt mit Hochdruck
durch die Turbinen. So ein Wasserkraftwerk gibt uns die Möglichkeit,
die geballte Energie in kleine Münzen umzusetzen.
So ist es auch mit Gottes Kraftwerk. Gott gab seinen Heiligen Geist,
den Geist des Mutes, der Kraft und Zuversicht, der Liebe und der Zucht.
Von diesem Kraftwerk werden die großen und kleinen Ereignisse seit
Pfingsten gespeist. Der gewaltige Bau der Kirche, die Mission, die großen
Liebeswerke ebenso wie der Lobgesang einer kleinen, verfolgten Gemeinde
oder das Gebet im stillen Kämmerlein. Gottes Geist umfaßt
Millionen guter Impulse, die uns tüchtig machen können zur
Liebe und zum Glaubensmut. Gottes Geist ist die Kraftquelle unseres Lebens.
Dwight Moody (1837 - 1899) wurde einmal gefragt: "Warum predigen
sie dauernd, daß man immer wieder mit dem Heiligen Geist gefüllt
werden müsse?" Er antwortete: "Weil ich ein Leck habe." Ständig
neu mit dem Heiligen Geist gefüllt zu werden, das ist das normale
Christenleben:
Praktische Anregung: Die Frage, mit dem Heiligen Geist erfüllt
zu sein läßt sich in einem Bild ausdrücken.
Oft ist es ja so, daß in einem Zimmer Möbel stehen und die
Tür deshalb nicht recht aufgeht. So mag es auch in unserem Leben
manche Möbel geben, die eigentlich aus dem Weg geräumt werden
müssen, damit die Tür ganz aufgeht und Gottes Geist bei uns
Einzug halten kann. Welche Möbel stehen in meinem Leben im Weg?
6. Wir glauben daß die Gemeinde Jesu als
Werkzeug in dieser Weltzeit eingesetzt ist.
7. Wir glauben, daß Jesus wiederkommt |