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Thema und Zielgedanke: Anlaß: Taufe eines Kinder.
Ein Gottesdienst in einem familiären Rahmen. Die Predigt greift den
Taufspruch auf, und ermutigt zu einer Liebe, die nicht nur in Worten, sondern
auch in Taten besteht. Jesus hat diese Liebe gelebt. Die Taufe allein rettet
nicht. Wer getauft ist, soll sich fragen: Habe ich Jesus lieb?
1Joh 3,18 Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch
mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Liebe Familie ....., liebe Freunde, liebe Gemeinde
Worte, Worte, nichts als Worte. Wie oft schon haben wir große
Worte gehört und nichts war dahinter.
Mein Chef in meiner früheren Firma hat in großen Worten beschrieben,
wie toll die EDV und Organisation des Unternehmens aufgebaut werden soll. Übrig
geblieben ist ein Chaos und einige Jahre später seine Entlassung.
Politiker nehmen dann und wann große Worte in den Mund - ein guter
Politiker ist der, der hält, was er verspricht, der nicht nur große
Worte macht, sondern auch das umsetzt, von was er redet.
Vielleicht haben wir es auch persönlich schon schmerzlich erlebt,
welche Luftballons man mit Worten aufblasen kann.
Da versichert uns ein Mensch hoch und heilig seine Liebe, seine Zuneigung,
seine Unterstützung. Aber als es darauf ankam, war er nicht mehr
da, hat er sich aus dem Staub gemacht. Mit Worten kann man Seifenblasen
machen, die schnell zerplatzen, sobald man nur an sie rührt.
Es gibt aber auch Menschen, auf deren Wort ist verlaß, deren Worte
sind wie ein Anker in der Zeit, deren Worte sind wie Balsam, deren Worte
sind wie Schwarzbrot. Man hat etwas davon und es sind Worte, die sattmachen.
Ja, zum Glück gibt es auch Menschen, deren Liebe nicht nur in Worten,
sondern auch in konkreten Taten zum Ausdruck kommt.
Gottes Wort, die Bibel fordert uns dazu auf, selbst solche Menschen zu
sein und der Taufspruch, den Ihr, .... für .... ausgesucht habt,
bringt genau dies zum Ausdruck.
1Joh 3,18 Meine Kinder, laßt uns nicht lieben mit Worten noch
mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Oder wie es in einer modernen Übersetzung heißt:
"Unsere Liebe darf nicht aus leeren Worten bestehen, sie muss Liebe sein,
die sich in Taten zeigt."
Dieses Wort soll nachher über der Taufe von ... stehen, sie auch
durch ihr Leben begleiten.
Doch ich habe den Eindruck, daß bevor ... dieses Wort begreifen
und auch leben kann wir Erwachsenen an der Reihe sind, nach diesem Wort
zu leben ja es ihr, unseren Kindern und unseren Mitmenschen auch vorzuleben.
Bevor ... dies gilt, sind wir an der Reihe!! Können an uns unsere
Kinder lernen, wie so eine Liebe gelebt wird, eine Liebe die nicht nur,
aber auch in mutmachenden Worten ihren Ausdruck findet. Eine Liebe, die
keine Seifenblasen produziert, sondern ein Anker ist im Leben unserer
Kinder und unserer Mitmenschen!
Was gehört denn zu so einer Liebe, die nicht nur in Worten besteht,
sondern in Tat und Wahrheit sich zeigt?
1. Liebe bringt in Bewegung: Wenn man verliebt
ist, ist kein Weg zu weit. Keine Kosten sind zu hoch, kein Einsatz ist
zu gewagt, um den geliebten Menschen zu begegnen. Liebe bringt uns in
Bewegung, sie wirkt dynamisch, sie treibt an, sie gleicht einem Motor,
der ein Fahrzeug bewegt. Liebe ist nicht nur eine starke, sondern zugleich
auch eine dauerhafte und wirksame Kraft. Nur was wir aus Liebe tun, nicht
aus Gewohnheit, nicht aus Pflichtgefühl auch nicht aus Geltungsbedürfnis
heraus, nein was aus Liebe geschieht, wird einen anderen Menschen auch
erreichen
2. Liebe macht bereit zum Wagnis: In jeder
Liebe zu einem anderen Menschen und auch zu unseren Kindern verbirgt
sich ein gewisses Risiko. Liebe kann enttäuscht werden. Wenn wir
auf einen anderen zugehen und Gutes für ihn wollen, wissen wir vorher
nie, wie das ausgehen wird. Die Liebe riskiert es, nicht angenommen und
zurückgewiesen zu werden. Wer kennt das nicht. Da hat man sich einen
Ruck gegeben und ist freundlich auf einen Menschen zugegangen. Aber der
das missverstanden, in den falschen Hals gekriegt und legt auf unsere
Zuwendung keinen Wert. Das ist das Wagnis der Liebe. Was jetzt? Die Gefahr
liegt nahe, daß wir uns in solchen Augenblicken gekränkt zurückziehen.
Ja so ist das eben: Undank ist der Welt Lohn. Sogar in der Familie, sogar
unter Verwandten kann uns das passieren. Liebe, die nicht nur in Worten,
sondern auch in Taten besteht zieht sich dann nicht beleidigt zurück.
Wer liebt kann nicht auf Nummer sicher gehen. Liebe wird sich nicht ängstlich
um sich selber sorgen. Liebe macht zum Wagnis bereit und geht den Weg
zum zweiten und zum dritten mal.
3. Liebe kennt die Kunst der kleinen Schritte:
Oft sind wir selbst blind für die Liebe, die uns geschenkt wird,
weil wir hochgesteckte Erwartungen und Forderungen an andere Menschen
haben. Lieben und geliebt werden beginnt damit, daß wir die Kunst
der kleinen Schritte lernen und akzeptieren. Das Wort, das einer zu dir
sagt, den Handgriff, den dir einer abnimmt, das Gebet, das jemand für
dich spricht. Lauter Kleinigkeiten. Aber durch die Liebe werden sie kostbar
und unentbehrlich. Ja, so ist es doch. Das hochtrabende verpufft so oft
und so schnell. Doch auf dem Weg der kleinen Schritte wird unsere Liebe
Tat und Wahrheit zugleich.
Wir mögen jetzt sagen: Das sind hohe Ziele, die du hier steckst,
Uli. Das sind hohe Worte, das erreiche ich in meinem Alltag nicht. So
den Ehepartner, die Kinder, die Mitmenschen zu lieben überfordert
mich. Und wer das so sagt, der hat auch recht. Wer liebt wird schuldig
werden und schuldig bleiben. Wer liebt wird schnell merken, daß seine
Quellen zu versiegen drohen. Seht ihr, deshalb ist es so wichtig und
auch so schön, daß wir heute in einem Gottesdienst sein können.
Weil uns hier deutlich werden darf, daß unsere Liebe nicht nur
zweidimensional, d.h. unter Menschen erfolgen muß, sondern daß sie
dreidimensional sein darf, das heißt, das wir Jesus Christus in
unserer Mitte haben. Die Liebe läßt sich so wenig von Gott
ablösen wie der Fluß von seiner Quelle. Deshalb gehört
beides in der Bibel zusammen. Lieben und Gott kennen.
Zu Anfang des 3. Kapitels im 1. Johannesbrief heißt es:
1Joh 3,1 Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir
Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Und
1Joh 3,16 Daran haben wir die Liebe erkannt, daß Jesus sein Leben
für uns gelassen hat.
Wer liebt mit Worten und Taten, der braucht dreierlei: Er braucht zum
ersten
1. Eine Quelle: Unsere Liebe darf genährt
werden aus der Quelle, daß wir uns geliebt wissen dürfen von
Jesus. So sehr hat er uns geliebt, sagt das Johannesevangelium, daß er
sein Leben für uns am Kreuz gelassen hat, daß er für
mich, für dich, ja auch für die kleine ... am Kreuz gestorben
ist.
2. Wer mit Worten und Taten liebt braucht zum zweiten
Vergebung. Wir Menschen sind schuldig und wir werden schuldig
aneinander und gegenüber Gottes Gebot. Wir sind nicht gut, daß ist
wohl der größte Irrtum, in dem unsere Zeit verharrt, daß sie
meint, mit ein bißchen Anstrengung könnte der Mensch schon
gut sein. Dieses Vorhaben ist zum scheitern verurteilt und immer wieder,
wird uns das schmerzlich bewußt. Was in Amerika geschehen ist
macht uns schmerzlich bewußt, daß der Mensch nicht gut
ist und auf Dauer das gute nicht schaffen kann. Er braucht einen Erlöser,
er braucht einen Heiland, er braucht einen Mittler, er braucht Vergebung.
Diese Vergebung wird uns in Jesus ermöglicht und, das ist meine Überzeugung,
nur in ihm. Wer liebt muß sein Leben mit Gott in Ordnung bringen
indem er bekennt: Herr, mein Gott, es ist wahr: Ich werde mannigfach
schuldig an dir, an meinem Ehepartner, an meinen Kindern und an meinen
Mitmenschen. Vergib mir und mach mein Leben rein. Auf dieser Grundlage
können wir Liebe immer wieder wagen. Und das führt uns zum
Dritten:
3. Wer liebt, braucht eine Beziehung zu Jesus.
Wer liebt braucht ihn als Herrn und Freund im Leben. Wer liebt, soll
Jesu Nachfolger sein, weil man von ihm am besten lernen kann, wie man
liebt. Dazu machen wir heute im Leben der ..., durch ihre Taufe einen
Anfang. Da wurde auch als wie getauft wurden ein Anfang in unser Leben
hineingelegt. Einen Anfang, den wir pflegen und leben können oder
den wir aber auch verkümmern lassen können. Wer getauft ist
darf wissen. Jesus liebt mich von ganzem Herzen. Wer getauft ist soll
sich aber auch fragen: Liebe ich Jesus, kenne ich ihn und lebe ich mit
ihm. Das ist der zweite Schritt, daß der Taufe, der eigene Glaube
an Jesus folgen soll. Und tun wir diesen Schritt nicht, kann das, was
in der Taufe an uns geschehen ist, verkümmern bis dahin, wo Jesus
einmal zu uns sagen kann: Ich kenne dich nicht. Wer liebt braucht eine
Beziehung zu Jesus. Liebe Familie ...., liebe Freunde und liebe Gemeinde,
zu dieser Beziehung lädt uns Jesus heute ein. Zu dieser Beziehung
will ich euch und unseren getauften Kindern Mut machen. Laßt uns
die Liebe wagen. Die Liebe nicht nur in Worten, sondern die Liebe in
der Tat und in der Wahrheit. Die Liebe zueinander und die Liebe zu Jesus.
Amen |