Logo Predigt: Jakob der Gauner 2



Ein eigenartiger Kampf wird uns beschrieben. Jakob auf dem Heimweg von Mesopotamien, wo er bei seinem Onkel etliche Jahre lebte und arbeitet. Nun zieht er wieder zurück nach Kanaan, in seine Heimat, Gott hat es ihm so gesagt.

1. Mose 32, 1-43

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Liebe Gemeinde, liebe Freunde,

Ein eigenartiges Erlebnis ist es, was Jakob in dem eben verlesenen Text hat. Ein eigenartiger Kampf wird uns beschrieben. Jakob auf dem Heimweg von Mesopotamien, wo er bei seinem Onkel etliche Jahre lebte und arbeitet. Nun zieht er wieder zurück nach Kanaan, in seine Heimat, Gott hat es ihm so gesagt.
Auf diesem Heimweg muß dieser Jakob mit seiner ganzen Familie und mit seinem ganzen Besitz über den Jabbok-Fluß, ein Nebenfluß des Jordans ziehen. Alle sind schon auf der anderen Seite des Flusses und er geht noch einmal allein zurück, und da beginnt diese eigenartige Erzählung.

Ein Mann taucht vor ihm auf, nicht um mit ihm ein Schwätzchen zu halten, nein er greift diesen Jakob an. Ein Unbekannter überfällt ihn, verwickelt ihn in einen Kampf, der die ganze Nacht hindurch andauert. Das Ende ist eigenartig, wer besiegt eigentlich wen und wer hat am Schluß gewonnen. Wo sind Sieger und Besiegte ? Ein Jakob bleibt übrig, der einen bleibenden Schaden an seinem Hüftgelenk aus diesem Kampf behält.

Was soll dieses Erlebnis, werden sie fragen, was bedeutet es für mein Leben? Mir ist bei Nacht noch keiner über den Weg gelaufen mit dem ich solche Schwierigkeiten bekommen hätte. Was also soll diese Geschichte?


1. Der Inhalt des Kampfes

Jahre lang hat Jakob bei seinem Onkel Laban in Mesopotamien, der Heimat seiner Mutter Rebekka gelebt, dort gründete er seine Familie, dort kam er auch zu Reichtum, er machte Karriere im wahrsten Sinne des Wortes.
Und dann sagt ihm Gott nach vielen Jahren: "Zieh wieder zurück in das Land deiner Väter". Bei Nacht und Nebel bricht Jakob auf. Aus Furcht, Laban könnte ihn oder seine Töchter nicht ziehen lassen, haut er ab ohne sich von Laban zu verabschieden. Es kommt zu einer Verfolgung durch Laban, eine spannende, aufregende Geschichte, die doch glücklich endet.

Und dennoch kommt Jakob nicht zur Ruhe. Je näher er seiner Heimat zukommt desto mehr wächst in ihm die Furcht vor seinem Bruder Esau. Er schickt Boten Esau entgegen, die kommen zurück und berichten ihm: Esau kommt dir mit 400 Mann entgegen. Keine sehr ermutigende Antwort und es heißt dann zu Beginn des 32. Kapitels: Jakob fürchtete sich sehr. Jakob der Schwindler fürchtet sich.

Er beginnt zu Beten, es ist das erste Gebet Jakob's das uns nach vielen Jahren berichtet wird. Jakob fängt in dieser Notsituation seines Lebens wieder an zu beten. Ein Gebet, das sehr demütig klingt, aber gerade hier kommt es zum Ausdruck, daß Jakob Gott nur in kritischen Situationen seines Lebens einschaltet.
In dieser Anspannung kommt Jakob an den Jabbok, die Begegnung, die Auseinandersetzung mit Esau steht unmittelbar bevor, und er ahnt es nicht, daß ihm noch eine ganz andere Auseinandersetzung bevor steht.

Jakob hat seine Familie über den Fluß gebracht, menschlich ist alles optimal vorbereitet, und dennoch es bleibt die Ungewißheit, wie wird das alles ausgehen. Es bleibt dieser offene Punkt: Ich kann das nicht selber in den Griff bekommen, ich bin von Gott und seiner Gnade abhängig.
Jakob geht nochmals über den Fluß zurück, er möchte alleine sein. Wieviel Gedanken mögen ihm in dieser Nacht durch den Kopf gegangen sein?

Und dann passiert das, was Jakob in dieser Situation wohl nicht erwartet hat. Er konzentriert sich voll darauf, die Geschichte mit seinem Bruder wieder in Ordnung zu bringen, das Leben wieder so zu ordnen, daß er weiter existieren kann und dann tritt ihm dieser Mann in den Weg und beginnt mit ihm diesen Kampf. Wer war dieser Mann? In Hosea lesen wir, es war ein Engel Gottes, ein Bote Gottes. Dieser Mann stand also als Stellvertreter Gottes vor Jakob. Gott selbst tritt diesem Jakob in den Weg und er kämpft mit Jakob.

Um was ging es bei diesem Kampf? Jakob, du kehrst nun zurück in das Land deiner Väter, hinter dir liegt die Vergangenheit der letzten Jahre, vor dir das Land deiner Jugend und deiner Zukunft. Jakob, du kannst nicht so bleiben wie du bist, willst du eigentlich nur die Sache mit deinem Bruder wieder in Ordnung bringen. Wie ist es mit deinem Charakter und vor allem wie ist es mit deiner Beziehung zu mir.
Wäre es nun nicht an der Reihe dass sich dein Verhältnis zu mir verändert. Jakob, du kannst zu Hause nicht so weiter machen wie du es früher getan hast.
Ein Kampf entwickelt sich, ein Kampf während dem Jakob wohl seine Vergangenheit, sein altes Leben immer wieder vor Augen hatte.
Gott fragt ihn willst du der Alte bleiben, Jakob der Listige?
Und vor Jakobs innerem Auge wird noch einmal seine ganze Vergangenheit lebendig.

Die Zeit, als er sich selbst mehr zutraute als dem lebendigen Gott.
Wie war das denn als er mit List den Segen deines Vaters Isaaks erschwindelt hatte. Gott hatte ihm wohl den Segen verheißen, aber er konnte nicht auf Gott warten, er hatte keine Geduld und so nahm Rebekka und er seine Sache selbst in die Hand.

Der Trick klappte zwar, aber er zerstörte dadurch den
Familienfrieden. Esau war bitter auf ihn geworden und hatte konkrete Mordgedanken. Er mußte fliehen, die Heimat, das Elternhaus verlassen. Das war eine Zeit der Not für sein Leben.
Wie war es, als er auf dieser Flucht war, als er am Ende war? . Er stand vor der Bedrohung seiner Existenz, und er litt auch unter der Schuld, die er damit auf sich geladen hatte.

Und gerade damals in Bethel, da offenbarte sich Gott ihm in der ganzen Herrlichkeit Gottes. Da sah er den Himmel offen stehen, da vernahm er die Stimme Gottes die ihm Schutz, Bewahrung und Gnade zusagte. Trotzdem, daß er ein Schlitzohr war ist Gott ihm begegnet, Gott hatte ihn in seiner Not nicht aufgegeben. Das war damals eine wunderbare Erfahrung für ihn. Er legte ein Gelübde ab. Gott soll und darf sein Gott sein, wenn er ihn bewahrt und er ihn wohlbehalten wieder zurück in das Land seiner Väter bringt.
So heldenhaft war das aber auch wieder nicht dieses Gelübde. Trotz diesem herrlichen Erleben hatte er damals Gott gegenüber eine fordernde Haltung: Wenn du Gott ....., dann ich..... Gott war damals sicherlich traurig gewesen.
Nun Gott hatte sein Wort gehalten, hatte ihn reich gesegnet, ihn bewahrt, ihn wieder zurück gebracht . Ach so, und nun stellt sich dieser Gott ihm in den Weg und fragt ihn: Jakob, wie ist das mit deinem Gelübde, das du damals ablegtest. Ich habe mein Wort gehalten. Darf ich nun ganz uneingeschränkt dein Gott sein ? Jakob wie soll das in Zukunft zwischen uns sein. Wirst du weiterhin eine Menge Bedingungen an mich stellen.

Jakob war ein Schlitzohr, aber Gott spricht ihn an. Das ist Gnade.

2. Die Härte des Kampfes

So kämpften beide eine lange Zeit miteinander. Vergleich mit einem normalen Wettkampf, wer hält das so lange durch ? Und Jakob wußte im Grunde seines Herzens. Ich kann nicht über diesen Fluß ohne daß ich meine Vergangenheit in Ordnung bringe. Ich kann nicht in die Zukunft gehen, ohne daß ich mich vor meinem Gott, der mich wunderbar geführt hat beuge.
Gott hat seine Versprechungen eingehalten, nun ist es an der Reihe, daß ich meine halte !!

Aber anscheinend ging ihm dies nicht leicht von den Lippen, er konnte es nicht einfach so daher sagen. Ja Herr, dir sei mein Leben jetzt geweiht. In ihm wehrte sich etwas dagegen und das war sein alter Mensch. Er spürte Gott möchte daß ich das alte loslasse, und gleichzeitig spürt er aber auch wie tief das in ihm sitzt.

Gott will daß ich meinen Eigenwillen aufgebe, aber das heißt ja, daß ich nicht mehr über mich selbst bestimmen kann, das heißt ja ein anderer ist dann Herr meines Lebens. Das heißt ich kann mein Geschick nicht mehr selbst in die Hand nehmen und es mit meinen natürlichen Fähigkeiten regeln. Und Jakob hatte eine Menge natürliche Fähigkeiten.

Gott will das ich meinen Stolz aufgebe. Ja im Grunde bin ich schon stolz auf das was ich geleistet habe. 20 Jahre harte Arbeit, mit nichts habe ich begonnen, leere Hände hatte ich als ich nach Mesopotamien zog und jetzt habe ich eine große Familie und großen Besitz. Jetzt zugeben, daß es nicht mein Verdienst war, sondern Gottes Gnade.

Gott will, daß ich ihm bedingungslos vertraue, daß ich meine Forderungen ihm gegenüber aufgebe. Gott wenn du ... dann ich. Nein so geht das bei Gott nicht, so kann ich nicht weitermachen.
Gott will daß ich ihm vertraue, auch wenn er mich äußerlich nicht segnet, wenn ich krank bin, wenn berufliche Schwierigkeiten in meinem Leben da sind, wenn es in der Familie kriselt. Muß Gott das zuvor alles wieder in Ordnung bringen bis ich ihm wieder vertrauen kann. Freue ich mich an ihm, preise ich seinen Namen auch dann wenn es mir schlecht geht.

Es war eine lange Nacht im Leben dieses Jakobs, ein langer Kampf und es heißt: Der Mann übermochte ihn nicht, d.h. er hat es kaum geschafft.
Kennen wir diesen Kampf in unserem Leben, das ichhafte Wesen im Leben loszulassen und gleichzeitig auch zu spüren, das ist nicht mit einem flotten Spruch oder einem oberflächlichen Bekenntnis getan. Es scheint uns unfromm zu sein mit Gott zu kämpfen, aber es Tatsache, daß in unserem Herzen das "ich" wohnt und es steht im Widerspruch zu Gott, es will nicht so wie Gott will. Wir wollen es um jeden Preis halten, und Gott sagt: Gib es her, was ich dir geben möchte ist viel größer, ist unendlich viel schöner und besser als dein um sich selbst sich drehendes Ich. Und dennoch wehren wir uns mit Händen und Füßen dagegen. Kennen wir diesen Kampf ?

Es ist dieser Weg, den auch Jesus im NT beschreibt:

Er sagt: "WENN DAS WEIZENKORN NICHT IN DIE ERDE FÄLLT UND ERSTIRBT, BLEIBT ES ALLEIN; WENN ES ABER ERSTIRBT, BRINGT ES VIEL FRUCHT. WER SEIN LEBEN ERHALTEN WILL, DER WIRDS VERLIEREN; WER ABER SEIN LEBEN VERLIERT UM MEINETWILLEN, DER WIRD ES FINDEN". ( JOH. 12, 24, MATTH 16,24)

Und nun hört sich das in unseren Ohren so schlimm an, so hart. Gott ist so hart zu mir, er will daß mein altes Leben stirbt, daß ich mein altes Wesen loslasse. Er zerbricht meinen Stolz, meine Ichsucht. Und wir fangen an, uns selbst zu bemitleiden es scheint uns ein zu hoher Preis zu sein den Gott von uns fordert, und deswegen bleiben wir lieber in unserem ungeläuterten Zustand, leben zwar wohl von der Vergebung Gottes, leben zwar wohl als bekennende Christen, aber im Herzen bewegt sich nichts, es wird nichts Neues, es bleibt alles beim Alten. Und dann versandet unser Christsein, es wird müde und schlapp, erlebnislos. Jesus sagt unser Leben muß wie das Weizenkorn in die Erde fallen und ersterben. Ersterben, welch grausiges Wort.
Aber dieser Zerbruch ist nötig, denn die Schrift sagt, daß in unserem Leben nichts Gutes wohnt. Wenn wir an unserem Wesen verzweifeln, wenn wir merken wieviel ungute Motivation dahintersteckt, dann wissen wir auch wie wichtig es ist, daß Gott dies zerbricht.

Liebe Geschwister, was wollen wir den festhalten, was ist es das wir nicht hergeben wollen. Wir klammern uns an unserem alten Leben fest und verpassen damit das neue Leben, das Christus uns schenkt. Wir fürchten uns vor diesem Sterben, dabei sagt Jesus derjenige wird das Leben gewinnen. Wir klammern uns an das, was doch vor Gott nichts nütze ist und verpassen dabei die Herrlichkeit Gottes, seinen Reichtum mit der er uns erfüllen möchte !! Jesus sagt: ich bin gekommen, daß sie das Leben haben und daß sie es in seiner ganzen Fülle haben, überfließend. Und wir, wir kämpfen ständig wie ein Jakob, klammern uns an das was nicht taugt. Wir stehen ständig im Kampf mit uns selbst, und mit Gott und sind dadurch lahmgelegt die Kämpfe Gottes zu kämpfen, Boden für das Reich Gottes zu gewinnen.

Jakob wehrt sich sehr lange, und es ist Gnade Gottes, daß er bei diesem Jakob nicht locker läßt, ihn nicht aufgibt, es ist Gottes Gnade, daß er nicht locker läßt, wenn wir uns wehren und das kümmerliche Alte festhalten wollen. Der Mann greift zu Mitteln, die uns hart und unverständlich erscheinen, er gibt diesem Jakob einen Schlag auf seine Hüfte, er legt die stärkste Stelle seines natürlichen Lebens lahm.

Es kommt zur Wende in Jakobs Leben. Auf einmal streckt er hilfebedürftig seine Hand nach diesem Mann aus und ruft es aus. Ich lasse dich nicht, ich habe erkannt wer du bist.
Das ist der Wendepunkt, wo Jakob sich selbst losläßt und er nach Gott greift, wo er das eine spürt: Mein Leben kann nur gelingen wenn dieser Gott mich segnet. Ich lasse dich nicht, so ruft er es aus und auf einmal stellt er keine Bedingungen mehr an Gott. Es ist der Augenblick, in dem Jakob Gott sein Leben ausliefert ohne die Garantiezusage daß Gott ihm ferner Glück Gesundheit, Reichtum und ein sorgenfreies Leben schenken möge.

3. Das Ziel des Kampfes

Und nun tut Gott dieses Wunder bei Jakob, er macht aus ihm einen Neuen Menschen, eine Illustration des Alten Testamentes für diesen Vorgang, den Paulus so beschreibt:
"IST JEMAND IN CHRISTUS, SO IST ER EINE NEUE KREATUR, DAS ALTE IST VERGANGEN, NEUES IST GEWORDEN." (2. KOR. 5, 17)

Das ist ein Werk Gottes, das ist nicht das eigene Handeln des Jakobs, das Neu werden konnte er sich nicht erarbeiten, er mußte nur darin einwilligen und bereit sein das Alte Wesen loszulassen.

Der Kampf ist zu Ende, Jakob ist versöhnt mit Gott.
Das etwas neues in seinem Leben geworden ist, das erkennen wir an seinem neuen Namen. Noch einmal muß er diesen alten Namen aussprechen: "Jakob" = Fersenhalter, Listiger. Nochmals wird Jakob die große Schuld seines Lebens bewußt, und Gott löscht sein Leben nicht aus er sagt: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, Israel soll dein Name sein. Israel = Gottes Kämpfer, Gottes Streiter. Das ist kein Heldenname, sondern Ausdruck einer Grundeinstellung. Seither hast du ständig mit dir selbst und mit Gott gekämpft. Nun bist du ein Gotteskämpfer, du hast deine Sache los gelassen und kannst für Gott kämpfen.

Du hast mit Gott und Menschen gekämpft und hast gewonnen. Ach so ist das, du hast gewonnen, nicht verloren. Dann ist also das Loslassen der Alten Dinge keine Niederlage, kein Verlust, Gott nennt es Gewinn, Gott nennt es Sieg und wir meinen immer, es wäre umgekehrt !!
Das also ist Sieg, wenn man sich an ihn hängt, wenn man keinen Schritt mehr alleine tun kann.

Jakob nannte die Stätte Pniel und er sagte: Ich hatte Gott von Angesicht gesehen und meine Seele ist genesen. Meine Seele ist gesund geworden. Als körperlich geschlagener Mann mit einer ausgekugelten Hüfte geht Jakob aus dieser Nacht hervor, aber seine Seele ist gesund geworden.

Was wäre es in unserem Leben, wenn unsere Seele genesen würde, gesund werden von der alten und langen Krankheit.

Was wäre es, wenn unsere Seele gesund werden würde vom Neid, der uns zerfrißt, gesund von der Unversöhnlichkeit, mit der wir anderen Menschen etwas nachtragen, was wäre es wenn unsere Seele gesund werden würde von der ständigen Angst um unser Leben. Komme ich auch nicht zu kurz ? Gesund vom Selbstmitleid und von der Traurigkeit, von dem Streben nach Anerkennung, gesund von der Zielsetzung immer besser sein zu wollen als andere und dem Hochmut der damit verbunden ist. Gesund vom Zorn der dazu führt, daß wir andere verletzen. Gesund von der Zukunftsangst, gesund von diesem Gefühl der inneren Leere das uns immer wieder überfällt. Daß unsere Seele genest von der Angst Gott könnte mir etwas liebes und wertvolles wegnehmen. Gesund von dem, daß wir immer auf unseren Vorteil bedacht sind uns selbst wichtiger nehmen als den Bruder. Daß wir gesund werden von den Verletzungen, die andere uns zugefügt haben.

Was wäre das, wenn Gott all den Mangel, den wir in unserem Leben empfinden und der da ist, der sich nicht wegdiskutieren läßt, wenn Gott diesen Mangel ausfüllt und in unserem Leben das anbricht was man mit Frieden und Freude in Gott bezeichnen kann. was würde in unserem Leben passieren, wie würde auch unser Dienst für Gott eine völlig neue Perspektive bekommen ?

Bei Christa von Viehbahn, die Gründerin des Diakonissenwerkes in Aidlingen habe ich in einem ihrer Bücher den Satz gefunden wo sie fragt: Hast du dein Pniel schon erlebt ?"

Unser Text endet mit einem wunderbaren Bild. Es heißt: Als Jakob den Kampfplatz verließ, ging eben die Sonne auf. Seine Seele ist genesen und ihm geht die Sonne auf, die Sonne eines neuen Tages und darüber hinaus eines veränderten Lebens.

Ich habe den Wunsch, daß Gott dieses Wunder auch in diesen unseren Tagen tut.

Gebet:
Herr wir danken dir für diese Pniel-Geschichte eines Jakobs, danken dir, daß du in seinem Leben nicht locker gelassen hast und ihn zu einem neuen Menschen gemacht hast. Herr, wir bitten dich an diesem Abend, heile auch unser Leben von der langen Ich-Krankheit, decke auf, wo wir dir widerstreben und Altes nicht loslassen und laß du unsere Seele genesen.

Amen